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Riesenbärenklau: Achtung vor schweren Verbrennungen durch die Giftpflanze

Riesenbärenklau

Schön anzusehen, aber besonders für Kinder hochgefährlich. Hautkontakt mit dem Riesenbärenklau kann – insbesondere bei Sonneneinstrahlung – zu schweren Verbrennungen führen.

Die auch als Herkulesstaude bekannte, invasive Giftpflanze zählt zu den gefährlichsten Gartenpflanzen in Deutschland. Der Saft des Riesenbärenklaus enthält chemische Verbindungen, sogenannte Furocumarine, die in Verbindung mit Sonnenlicht eine fatale Wirkung für den Menschen haben: Der natürliche Schutz der Haut gegen UV-Licht wird ausgesetzt. Geht man nach Kontakt mit der Pflanze in die Sonne, drohen schwere Verbrennungen, die mit Fieber und Kreislaufschocks einhergehen. 

Maßnahmen nach Kontakt

Hatten Sie Kontakt mit dem Riesenbärenklau, sollten Sie sofort einen Hautarzt aufsuchen. Erste Hilfsmaßnahmen sind das Waschen der betroffenen Hautfläche und das Auftragen von einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Nach Möglichkeit sollte die Sonne vermieden werden.

Sichtungen in Glückstadt

In Glückstadt wurde der Riesenbärenklau im Tegelgrund im Bereich des Spielplatzes und des Fußballplatzes entdeckt. Betroffen ist insbesondere der Spielplatz Marie-Berg-Weg. Der kommunale Service wird diese Pflanzen in den nächsten Tagen beseitigen. 

Riesenbärenklau melden

Sorge bereitet darüber hinaus die zunehmende Verbreitung des Riesenbärenklaus in vielen privaten Gärten. „An einigen Wegrändern zu privaten Grundstücken, vor allem Gehwegen ohne Abgrenzung durch Zäune, ist es in den vergangenen Tagen zu Verbrennungen an Händen und Beinen gekommen“, erklärt Ralf Block, Mitarbeiter im Fachbereich Technik und Stadtentwicklung, „viele Grundstückseigner wissen nicht, dass es sich bei dem Riesenbärenklau um eine aus dem Kaukasus eingeführte Pflanze handelt, die heimische Arten verdrängt und die Artenvielfalt gefährdet.“ Er bittet die Bevölkerung, Sichtungen des Riesenbärenklaus zu melden um die weitere Ausbreitung zu kontrollieren und betroffene Gebiete gezielt zu bekämpfen.

Meldungen bitte per E-Mail an das Ordnungsamt Ordnungsamt@glueckstadt.de
oder telefonisch unter 04124 930 431

Verwechslungsgefahr, Unterscheidung & Bekämpfung 

Der Riesenbärenklau wird häufig mit dem heimischen Wiesenbärenklau und dem Engelwurz verwechselt. Während die beiden letztgenannten sogar essbar sind, ist der Riesenbärenklau hochgiftig.

  • Der Riesenbärenklau ist mit bis zu 5 Metern deutlich größer als der Wiesenbärenklau und Engelwurz (max. 1,5 Meter).
  • Die Stängel des Riesenbärenklaus sind rot gefleckt und behaart, die des Wiesenbärenklau glatter und meist ohne Flecken.
  • Riesenbärenklau hat tief gelappte, spitze Blätter, der Wiesenbärenklau eher runde, glatte Blätter.
  • Die Bekämpfung des Riesenbärenklaus muss in Schutzkleidung erfolgen.
  • Die Pflanzenteile müssen komplett ausgegraben und entweder im Hausmüll, einem dicht verschlossenen Müllsack entsorgt oder verbrannt werden.
  • Anschließendes Kompostieren oder Entsorgen über den normalen Grünabfall wirkt eher wie ein Turbo-Anzuchtbeet für den Riesenbärenklau und hat den gegenteiligen Effekt.
  • Insbesondere die Samenstände bleiben mehr als 7 Jahre lang keimfähig und sollten in jedem Fall an der Verbreitung gehindert werden!

Der Kreis Steinburg hat ein Merkblatt zum Riesenbärenklau herausgegeben: Merkblatt Riesenbärenklau