Blindentastmodell in Glückstadt fertiggestellt - Stadtgeschichte zum Fühlen, Sehen und Begreifen
Das Blindentastmodell der Stadt Glückstadt ist fertiggestellt und kann nun vor Ort am Blumenrondell am Fleth gegenüber dem Marktplatz erlebt werden. Mit dem vom Künstler Felix Brörken aus Soest geschaffenen Modell werden die Geschichte und die besondere städtebauliche Struktur Glückstadts auf anschauliche und zugleich barrierearme Weise vermittelt. Das Modell lädt dazu ein, die Stadt nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Händen zu entdecken.
Das aus Bronze hergestellte Modell bildet auf einer ca. 1,40 m x 0,90 m großen Fläche die Stadt Glückstadt, gegründet am 22. März 1617, in Anlehnung an die historische Festungsanlage mit Gebäudebestand im Maßstab 1:850 ab. Eine Auswahl denkmalgeschützter Gebäude, wie das Rathaus oder das Wasmer-Palais, sind in einem höheren Detaillierungsgrad dargestellt. Die Beschriftungen in Schwarzschrift werden durch Brailleschrift ergänzt, sodass die Informationen auch von blinden und seheingeschränkten Menschen ertastet werden können. Der Natursteinsockel ist so zurückgesetzt, dass das Modell mit einem Rollstuhl unterfahren werden kann.
Das Blindentastmodell ist der letzte Baustein im Rahmen der mit Mitteln von Bund, Land und Stadt geförderten Maßnahme „Neugestaltung und Aufwertung des Bereichs beidseitig entlang des Fleths“ der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ der Stadt Glückstadt.
Mit der Fertigstellung des Blindentastmodells wurde ein weiterer Baustein für eine inklusive und barrierearme Vermittlung der Stadtgeschichte geschaffen. Die Stadt Glückstadt lädt Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste dazu ein, das historische Stadtbild auf eine neue Weise zu entdecken – zum Fühlen, Sehen und Begreifen.