Der Aktionstag zum Equal Pay Day
Am 21. März ist Equal Pay Day – der Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Der Tag markiert für jedes Jahr das Datum, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um auf das Gehalt zu kommen, dass Männer bereits zum Jahreswechsel erzielt haben. Denn noch heute verdienen Frauen rund ein Viertel weniger als Männer. Und dies hat schwerwiegende Folgen für Frauen und die Gesellschaft: Frauen bauen weniger Vermögen auf und leben am Ende von einer Rente, die Durchschnittlich 60% Prozent niedriger ist als die von Männern und oft durch staatliche Zuschüsse aufgestockt werden muss. Damit steht Deutschland im europäischen Vergleich auf dem drittletzten Platz.
Initiiert wird der Equal Pay Day vom BPW Germany (Business and Professional Women-Germany e.V.).
Wie entsteht die Lohnlücke, zumal Frauen seit Jahren die Bildungsgewinnerinnen sind?
Die Ursachen hierfür sind auf drei Faktoren zurückzuführen:
- Frauen sind in den Führungsetagen unterrepräsentiert.
- Wegen der schlechten Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf arbeiten viele Frauen nur in Teilzeit und unterbrechen ihre Bildungs- und Berufskarrieren zu lange.
- Traditionelle Frauenberufe werden schlechter bezahlt als traditionelle Männerberufe.
Der Aktionstag zum Equal Pay Day im Kreis Steinburg- Info Aktion in Itzehoe
Unter dem Motto "Viel Dienst – wenig Verdienst" hat die Info - Aktion 2013 am 21. März 2013 in der Itzehoer Fußgängerzone stattgefunden.
Gemeinsam mit FRAU & BERUF Itzehoe, dem Sozialverband Deutschland, dem deutschen Gewerkschaftsbund und den Soroptimisten vom Club Itzehoe und Glückstadt sowie den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Steinburg hat die Glückstädter Gleichstellungsbeauftragte den Info-Aktionsflyer zum Equal Pay Day 2013 mit herausgegeben und verteilt.
Zusätzlich haben die Veranstalterinnen ein Spielfeld mit sechs Berufsbildern mit geschlechtsspezifischen Berufsgruppen aufgebaut, dass die Lohnlücken sichtbar macht: Mithilfe von Röhren, deren Länge die jeweiligen Einkommen bestimmen, konnten Passantinnen und Passanten schätzen, wie viel z.B. ein KFZ-Mechatroniker im Vergleich zu einer medizinischen Fachangestellten verdient. Die Ergebnisse haben viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstaunt und zu vielen lebhaften Gesprächen über die Ursachen und Folgen der Entgeltungleichheit geführt.
Mit der Info-Aktion haben die Veranstalterinnen die bestehende Lohnlücke sichtbar gemacht. Jetzt sind Arbeitgeberverbände & Arbeitnehmerverbänden, Vertretungen aus Politik & Gewerkschaften, Frauenverbände & Wirtschaftsverbände, Gleichstellungsbeauftragte und andere Förderer der Geschlechtergerechtigkeit gefordert, die Ursachen der Entgeltungleichheit zu überwinden.