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28.06.2022: 53 Jahre Stonewall

Die Ereignisse des „Stonewalls“ bzw. des „Christopher Street Days“ ereigneten sich am 28. Juni 1969 in einer Schwulen-Bar, dem Stonewall Inn, in der Christopher Street in Greenwich Village, New York City. In den 1960er-Jahren waren queere Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika starken Repressionen und Gewalt ausgesetzt. Kamen LGBTQIA+ Personen (Lesben, Schwule, Bi, Trans, Queer, Inter*, Agender) zusammen, galt dies als Ordnungswidrigkeit, Homosexualität in der Öffentlichkeit zu zeigen galt als illegal. Oft stürmte die Polizei Schwulen-Bars, verhaftete die Menschen und veröffentlichte ihren Namen. Am Morgen des 28.06.1969 führte die Polizei eine Razzia im Stonewall Inn durch. Dabei griffen sie zahlreiche homosexuelle Menschen und Transpersonen an und verhafteten sie.

Als Reaktion auf die gewaltvolle Razzia versammelten sich LGBTQIA+ sowie Mitmenschen der Gegend auf der Straße und protestierten gegen den gewaltsamen Vorgang. Über Tage protestierten tausende Menschen. Zahlreiche Organisationen und Initiativen, die sich für die Rechte von LGBTQIA+ einsetzen wurden als Reaktion auf Stonewall gegründet. Noch heute finden überall auf der Welt um den Termin Pride Weeks und Prides Marches statt, Demonstrationen und Veranstaltungen die queeres Leben sichtbar machen und feiern. In Deutschland kennen wir diese Paraden unter „Christopher Street Day“, so auch in Hamburg, Kiel, Flensburg, Heide und Lübeck. Darüber hinaus wird weiterhin für die Rechte von LGBTQIA+ gekämpft, da sie auch heute Diskriminierungen und Hass ausgesetzt sind sowie in einigen Ländern Homosexualität noch immer unter Strafe steht.

In Solidarität mit und zur Sichtbarmachung der Kämpfe der queeren Community, hisst die Stadt Glückstadt heute die queere Flagge.

dav