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15.05.22 - Internationaler Tag der Familie

Im Rahmen des "Internationalen Tag der Familie" ist es wichtig, ein Augenmerk auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei Familienzeit, Arbeitsverteilung und/oder Kinderbetreuung zulegen. Frauen erfüllen täglich durchschnittlich 52,4 % mehr unbe­zahlte Sorgearbeit als Männer und sind federführend für die Kinderbetreuung zuständig. Bei Paaren mit Kindern liegt die Sorgearbeitslücke bei 83,8% (Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2019). Dabei sind die Aufgaben meist weniger zeitlich flexibel und mit dem Arbeitsalltag vereinbar, als es bei Männern der Fall ist. Reduzierte Arbeitszeiten, das durchschnittlich geringere Einkommen von Frauen (Gender Pay Gap) sowie die anhaltende Mehrfachbelastung, erhöhen das Risiko von Altersarmut betroffen zu sein. Gleichzeitig ist es der Wunsch vieler Männer, mehr Zeit in der Familie verbringen zu können.

Darüber hinaus gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Familienformen: Ob Groß- oder Kleinfamilie, Ein-Eltern-Familien, Patchwork-Familien, Regenbogen-Familien, Adoptiv- oder Pflegefamilien und Wahl-Familien sowie andere Formen des Zusammenlebens, das Bild einer klassischen Familie ist nicht mehr aktuell. Folglich ist es wichtig, alle Familienformen anzuerkennen und zu unterstützen. Notwendige Veränderungen für eine geschlechtergerechte Verteilung von Sorgearbeit sowie die Anerkennung vielfältiger Familienmodelle betreffen sowohl gesetzliche, betriebliche als auch infrastrukturelle Aspekte sowie gesellschaftliche Rollenvorstellungen.  

Mehr Informationen zur Sorgearbeitslücke auf: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap

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