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Vorlage - /2017/041  

Betreff: Ausweitung der Tempo 30-Zone in der Innenstadt von Glückstadt
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Bauausschuss
16.05.2017 
Sitzung des Bauausschusses zurückgestellt   
05.12.2017 
Sitzung des Bauausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sach- und Problemdarstellung:

Im Zusammenhang mit der erfolgreich verlaufenden Optimierung der Verkehrsabläufe in der Glückstädter Innenstadt durch Lichten des Schilderwaldes, hatte die Stadt Glückstadt seit August 2016 in mehreren Anläufen beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein die Ausnahmegenehmigung beantragt, die vier Flethachsen in die bereits bestehende innerstädtische 30er-Zone unter Beibehaltung der jetzigen Vorfahrtsregelung einzubeziehen.  Den Antrag hat der Verkehrsminister des Landes Schleswig-Holstein mit Schreiben vom 22. Februar 2017 endgültig negativ beschieden und dies mit der in 30er-Zonen gängigen, in Glückstadt von den Verkehrsabläufen her aber nicht möglichen Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung begründet (vgl. hierzu Drucksachen 2016 / 019 und 2016 / 185 sowie 2016 / 185-1).

 

In der Sitzung des Bauausschusses am 14. März 2017 wurde dafür plädiert, am Thema dran zu bleiben und nicht locker zu lassen. So könnte das Problem der Rechts-vor-Links-Vorfahrtsstraßen auf die Einmündung Am Fleth / Am Markt in Höhe des Restaurants „Kandelaber“ beschränkt werden, wenn für die Ballhausstraße zwischen Am Fleth und Reichenstraße eine Einbahnstraßenregelung gelten würde. Die Verwaltung wurde gleichzeitig gebeten, einen entsprechenden Beschlussvorschlag für die nächste BA-Sitzung zu erarbeiten.

 

Hiervon nimmt die Verwaltung Abstand. Grund ist, dass bereits im Rahmen einer Verkehrsschau am 20. Oktober 2016 Vertreter der Polizeidirektion Itzehoe und der Verkehrsaufsichtsbehörde des Kreises Steinburg eine Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung für die Einmündung Am Fleth / Am Markt abgelehnt haben. Als Grund wurde auch von der Glückstädter Polizei darauf hingewiesen, dass haltende Autos den Fußgängerüberweg blockieren und Fußgänger somit behindert bzw. sogar gefährdet würden. Außerdem befürchteten die Teilnehmer der Verkehrsschau wegen einbiegender Autos und querender Fußgänger zumindest zur Rush-Hour lange Rückstauungen weit über den Hafenkreisel hinaus. Weil das „Zebrastreifen-Problem“ nur bei Änderung der Verkehrsführung um den Marktplatz herum zu umgehen ist, wurde im Rahmen einer Verkehrsschau am 08. März 2107 in Gegenwart der Bauausschussvorsitzenden  die Änderung der Einbahnstraßenführung Am Markt angesprochen. Die Idee der Verwaltung, dass Verkehrsteilnehmer am Restaurant Kandelaber in den Marktbereich einbiegen und diesen in Höhe Arko wieder verlassen, wurde aus Gründen der Verkehrssicherheit schnell verworfen. Hintergrund ist, dass bei wartenden Bussen die Sicht nach links für vorfahrtsberechtigte Abbieger quasi gleich Null ist. Weil Autofahrer gleichzeitig auch noch die bei Arko querenden Fußgänger im Auge haben müssen, dürfte hier somit ein Unfallschwerpunkt entstehen. Darüber würde es auch bei dieser Regelung ein Rückstauproblem Am Fleth geben.

 

Deshalb schlägt die Verwaltung vor, in Sachen Tempo 30-Zone Am Fleth zunächst nichts weiter zu unternehmen und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt (frühestens nach der Landtagswahl) einen neuen Vorstoß durch Antragstellung beim Verkehrsminister zu starten.

 


Anlagenverzeichnis:

Keine Anlagen