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Vorlage - /2016/098  

Betreff: Kindertagesstätten
Information über aktuelle Fördererlasse, -programme
Status:öffentlich  
Art:Mitteilung
Federführend:Fachbereich III - Familie, Bildung, Soziales und Integration   
Beratungsfolge:
Sozialausschuss
06.09.2016 
Sitzung des Sozialausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1: Vereinbarung zwischen Land und Kommunen  
Anlage 2: Erlass Förderung zusätzlicher Personalkosten 2016-2018  
Anlage 3: Erlass Förderung von Kindertagesbetreuung, Sprachbildung und Hortmittagessen 2016  
Anlage 4: Erlass besondere Förderung von Kindern U 3 2015-2018  
Anlage 5: Erlass Förderung Familienzentren 2016 und 2017  
Anlage 6: Erlass Förderung pädagogischer Fachberatung 2016 und 2017  
Anlage 7: Erlass Förderung von Qualitätsentwicklung 2016 und 2017  
Anlage 8: Förderrichtlinie Landes- und Bundesinvestitionsprogramm zum Ausbau der Kinderbetreuung  
Anlage 9: Förderrichtlinien Sprach-Kitas  
Anlage 10: Fördergrundsätze Kita-Plus  

Sach- und Problemdarstellung:

Mittelzuweisung

 

Das Land weist den Kreisen zur Weiterleitung an die Kindertageseinrichtungen folgende Mittel zu: 

 

  • Betriebskosten U3/Ü3 (pädagogisches Personal)
  • Sprachförderung
  • Konnexitätsmittel U3

 

Vereinbarung

 

Darüber hinaus haben Land und Kommunen sich darauf verständigt, weitere Mittel bis 2018 für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und zur Fortsetzung von Maßnahmen zur Qualitäts­verbesserung zur Verfügung zu stellen. Die entsprechende Vereinbarung ist als Anlage 1 beigefügt. Sie setzt unterschiedliche Schwerpunkte in der Verwendung der bereitstehenden Mittel für

 

  • die Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels,
  • die Abgeltung der Mehrkosten für die Betreuung von Flüchtlingskindern,
  • Förderung von Familienzentren,
  • pädagogische Fachberatung,
  • Qualitätsmanagement und
  • Investitionskosten.

 

Aktuelle Förderungen

 

Einen Überblick über aktuelle Förderungen im Bereich der Kindertagesstätten geben die nachstehenden Informationen.


 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleich­stellung „Zuweisung zur Förderung von zusätzlichen Personalkosten für die Ganztagsbetreuung von Kindern von drei bis sechs Jahren in Kindertages­einrichtungen 2016 – 2018“ (Anlage 2)

 

Kern des Erlasses ist es, die Einrichtungen und Träger zu entlasten, die im Ü3- Bereich eine Ganztagsbetreuung über 7h/Tag anbieten und in dieser Gruppe über dem Betreuungsschlüssel von 1,5 VZ / Gruppe der KitaVO liegen oder eine Anhe­bung vorhaben. Das Land stellt hierfür aus nicht benötigten Konnexitätsmitteln und wegfallenden Betreuungsgeldmitteln in 2016 11 Mio. € und für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 20 Mio. € zur Verfügung - anteilig für den Kreis Steinburg in 2016 = 157.925,27 € sowie für 2017 und 2018 jeweils 287.136,85 €

 

Durch den Erlass erfolgt keine Standardanhebung des Personalschlüssels von 1,5 gem. KitaVO. Dieser Schlüssel bleibt unberührt. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Landes, die derzeit am 31.12.2018 endet und vom jeweiligen Träger gesondert zu beantragen ist. Förderfähig sind die Personalstellen der Kita unab­hängig davon, ob diese bereits bestanden oder zum 01.08.2016 neu geschaffen wurden.

 

Die Mittelverteilung erfolgt über die Kreise. Der Kreis Steinburg beabsichtigt, aus­schließlich „Ganztagsgruppen“ zu fördern. 

 

Hinweis der Verwaltung

Lt. Auskunft des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung könnte seitens des Kreises eine Förderung auch anteilig für die Ganztagskinder, z.B. für eine geringere Stundenaufstockung erfolgen.

 

An den Kreis wurde seitens der Verwaltung daher die Bitte herangetragen, die Mittel anteilig für die Ganztagskinder zu verteilen, da eine Berücksichtigung von ausschließlich „Ganztagsgruppen“ Einrichtungen benachteiligt, die ebenfalls Ganztagsbetreuung anbieten. 

 

Lt. Mitteilung des Kreises wird dieser Bitte nicht entsprochen.

 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleich­stellung „Förderung von Kindertageseinrichtungen, Sprachbildung und Hort­mittagessen 2016“ (Anlage 3)

 

Dieser Erlass umfasst die Zuwendungsgrundlagen für mehrere Fördertatbestände. Im Einzelnen sind dies:

 

a)

für die Betriebskostenförderung

Ü 3

Landesmittel in Höhe von 70 Mio. €

(seit 2011 gedeckelt)

b)

für die Betriebskostenförderung

U3

Bundes- und Landesmittel in Höhe von

54,24 Mio. € (beinhaltet nicht die konnexitätsbedingten Finanzierungen im

U 3-Bereich)

c)

für die Sprachförderung

Landesmittel in Höhe von 6 Mio. €

(Erhöhung 2016 von 4 Mio. € auf 6 Mio. €)

d)

für das Hortmittagessen

300.000,00 €

(damit werden vom Land frühere Bundesmittel ersetzt)

e)*

neu

2016

für die Mehrkosten, die durch die zusätzliche Betreuung von Flüchtlingskindern entstehen

5,6 Mio. € (Kreisanteil 2,5 Mio. €,

gemeindlicher Anteil 3,1 Mio. €)

(Beteiligung des Landes an den Betriebskosten aus nicht benötigten Konnexitätsmitteln und wegfallenden Betreuungsgeldmitteln)

 

*zu e)

Die Fördermittel in Höhe von 5,6 Mio. € für Mehrkosten, die durch die zusätzliche Betreuung von Flüchtlingskindern entstehen, werden gemäß Ziffer 4.6 des Erlasses auf der Grundlage der Ausländer- und Aufnahmeverordnung des Landes Schleswig-Holstein an die Kreise und kreisfreien Städte verteilt. Auf den Kreis Steinburg entfallen lt. Anlage 4 = 4,9 % (Kreisanteil = 122.500 €, gemeindlicher Anteil = 151.900 €). Die Kreise und kreisfreien Städte erhalten den Betrag für Mehraufwendungen, die sie beispielsweise durch höhere Sozialstaffelaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingskindern in Kindertagesein­richtungen haben. Der kreisangehörige Bereich erhält den Betrag für gemeindliche Aufgaben der Kinderbetreuung.

 

Die Kreise sind verpflichtet, den gemeindlichen Anteil von 151.900 € ohne Abzug an die Städte und Gemeinden weiterzuleiten. 

 

Hinweis der Verwaltung

Die Verteilungsmodalitäten wurden am 30.05.2016 zwischen den Ämtern und Städten abgestimmt. Die Verteilung der Gelder erfolgt nach der aktuellen Zuweisungsquote. Die Stadt Glückstadt erhält einen Anteil von 8,547 %.

 

Die Stadt Glückst hat für die Betreuung von Flüchtlingskindern 2 Kleingruppen mit je 5 Kindern eingerichtet. Im Rahmen eines Abstimmungsgespräches der Städte und Ämter mit dem Kreis hat die Verwaltung daher um eine gerechte Verteilung der Mittel anhand tatsächlicher Mehrkosten gebeten. Dieser Vorschlag wurde in einer solidarischen Abstimmung abgelehnt.

 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung „Besondere Zuweisungen zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege 2015–2018 Konnexitätsmittel“ (Anlage 4)

 

Aufgrund der Vereinbarung zwischen Land und Kommunen zur Finanzierung des Krippenausbaus vom 10.12.2012 sowie der Zusatzvereinbarung vom 11.06.2015 stellt das Land zusätzliche Mittel zur Deckung der entstandenen Mehrausgaben der Kommunen für die Betriebskostenförderung und der institutionellen Tagespflege in den Jahren 2015 bis 2018 zur Verfügung. Die Mehrausgaben berechnen sich aus der Differenz zwischen dem Ausbaustand von 14,5 Prozent (Aufsetzquote) und den angenommenen Betreuungsquoten (landesweiter Durchschnitt):


 

 

 

2015

 

2016

 

2017

 

2018

Landesweite

Betreuungsquoten

 

32 %

 

33 %

 

34 %

 

35 %

 

 

Zuweisungen

Landesmittel gesamt

 

37.244.432,08 €

 

43.737.046,96 €

 

50.402.835,80 €

 

58.141.200,68 €

davon

Kreis Steinburg

 

1.169,523,67 €

 

1.383.755,09 €

 

1.603.700,60 €

 

1.859,037,00 €

 

Die nach Abzug der Verwaltungskosten, der Kosten für die Sozialstaffelermäßigung und der Betriebskosten der konnexitätsrelevanten Kosten des Kreises Steinburg  verbleibenden Mittel werden nach den tatsächlich belegten Plätzen U 3 gemäß Stichtagsmeldung zum 01.03. eines Jahres an die Kommunen/Träger ausgezahlt.

 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung „Förderung von Familienzentren 2016/2017“ (Anlage 5)

 

Das Land führt die Förderung von Familienzentren im Jahr 2016 und 2017 fort und stellt in beiden Jahren jeweils 2,5 Mio. € zur Verfügung, anteilig für den Kreis Steinburg 100.000 €. Die Förderung erfolgt in gleicher Höhe wie 2015.

 

Hinweis der Verwaltung

Die Familienbildungsstätte (Kita-Elbbande) wird seit 2014 als Familienzentrum gefördert. Die FBS hat somit die Sicherheit der finanziellen Förderung bis 2017.

 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleich­stellung „Förderung von pädagogischer Fachberatung 2016/2017“ (Anlage 6)

 

Ziel der Landesregierung ist es, die Qualität der Betreuung und Förderung in Kindetagesstätten zu verbessern und die Rahmenbedingungen des pädagogischen Personals zu optimieren. Das Land führt die Förderung von pädagogischer Fachberatung im Jahr 2016 und 2017 fort. Die Vorgaben des Landes und die Höhe der Fördersumme entsprechen den Vorgaben aus 2015.

 

Das Land stellt in beiden Jahren jeweils 1,5 Mio. € zur Verfügung, anteilig für den Kreis Steinburg 49.351,00 €. Alle Träger von Kindertageseinrichtungen wurden am 21.03.2016 über die Fördermöglichkeit informiert, Anträge konnten bis zum 20.05.2016 beim Kreis eingereicht werden.

 

Hinweis der Verwaltung

Anträge wurden von Familienbildungsstätte für die Einrichtungen Elb- und Deich­bande gestellt.

 

  1. Erlass des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleich­stellung „Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen 2016 und 2017“ (Anlage 7)


 

Ziel der Landesregierung ist, den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems in Kindertageseinrichtungen zu fördern, welches der qualitativen Verbesserung der Kindertagesbetreuung und damit der frühkindlichen Bildung dient. Dabei steht zunächst die Qualifizierung der Beschäftigten im Vordergrund. Die geplanten Maßnahmen sollen zudem extern begleitet werden, um die Zielerreichung zu unterstützen und das System laufend weiterzuentwickeln. Förderfähig sind dabei Personal-, Honorar- und Sachkosten sowie die Inanspruchnahme externer Beratung (inklusiv deren Fahrtkosten) für die Qualifizierung der Fachkräfte, der Qualitätsbe­auftragten sowie der Leitungskräfte, die Freistellung / Stundenaufstockung der Leitungskräfte. Damit werden Kapazitäten für die Qualitätsentwicklung geschaffen.

 

Das Land stellt in beiden Jahren jeweils 4,7 Mio. Euro zur Verfügung. Auf den Kreis Steinburg entfallen davon 154.633 €. Alle Träger von Kindertageseinrichtungen wurden am 18.04.2016 über die Fördermöglichkeit informiert, Anträge konnten bis zum 10.06.2016 beim Kreis eingereicht werden.

 

Hinweis der Verwaltung

Anträge wurden von Familienbildungsstätte für die Einrichtungen Elb- und Deichbande sowie vom KitaWerk für Einrichtungen Burggraben, Nordmarkstraße, Bole und Nord gestellt.

 

  1. Förderrichtlinie zum Landes- und Bundesinvestitionsprogramm zum Ausbau der Kindertagesbetreuung (Anlage 8)

 

Der Bund hat Ende 2014 ein drittes Investitionsprogramm zum Ausbau der Krippenplätze aufgelegt und gewährt den Ländern Mittel in Höhe von 550 Mio. €. Auf Schleswig-Holstein entfallen für die Jahre 2015 bis 2018 Mittel von 18,194 Mio. €. Der Kreis Steinburg erhält eine anteilige Summe von 791.000,00 €. Das Land hat diese Mittel um 12,8 Mio. € ergänzt; auf den Kreis Steinburg entfiel eine anteilige Summe von 564.000,00 €. Die Bundesmittel können nur für den Ausbau von Krippenplätzen eingesetzt werden. Da der Ausbau U3 allerdings auch Auswirkungen auf den Elementarbereich hat, sollten die Landesmittel auch für zusätzliche Plätze im Ü3-Bereich genutzt werden. Dabei sind höchstens 75 % der tatsächlichen zuwendungsfähigen Kosten förderfähig.

 

Für beide Förderungen gilt, dass eine Verteilung dieser Mittel über den Kreis Steinburg erfolgt. Aufgrund der Vielzahl der Anträge im Jahr 2015 und 2016 hat der Kreis Steinburg entscheiden ausnahmslos „nur“ U3 Plätze zu berücksichtigen.

 

Gemäß Vereinbarung wird das Land für Investitionen in die Kita-Infrastruktur bis 2018 insgesamt weitere 42,6 Mio. € zur Verfügung stellen (2016 = 10,7 Mio. €, 2017 = 18,7 Mio. € und 2018 = 13,2 Mio. €). Die Höhe der Fördermittel für den Kreis Steinburg wird für 2016  mit 472.000 € angegeben.

 

Zwischen dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleich­stellung sowie den kommunalen Landesverbänden auf Arbeitsebene ist darüber Einvernehmen erzielt worden, dass die Investitionsmittel auf Grundlage der bisher geltenden Zuwendungsbestimmungen an die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden sollen. Die Mittel stehen somit gemäß der Richtlinie für Ü3 und U3- Ausbaumaßnahmen und für qualitätsverbessernde Maßnahmen zur Verfügung.


 

  1. Bundesprogramm Sprach-Kitas (Anlage 9)

 

Das Programm richtet sich an Kindertageseinrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem Bedarf an sprach­licher Bildung und Förderung besucht werden. In den Sprach-Kitas werden die erfolgreichen Ansätze des Bundesprogramms „Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration“ (2011-2015) fortgeführt und neue Impulse für die Entwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen gesetzt.

 

Durch das Programm werden den beteiligten Kindertageseinrichtungen zusätzliche personelle Ressourcen mit einem spezifischen Förderauftrag zur Verfügung gestellt. Dies schafft im Rahmen einer Modellmaßnahme des Bundes die Grundlage, Kindertageseinrichtungen zu „Sprach-Kitas“ weiterzuentwickeln. Mit dem zusätz­lichen, qualifizierten Personal wird es beteiligten Einrichtungen ermöglicht, sprach­liche Bildung als integralen Bestandteil des Kita-Alltags insbesondere in Einrich­tungen mit einem hohem Anteil von Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien und aus Familien mit nicht deutscher Familiensprache zu verankern, dies beginnend mit dem Eintritt des Kindes in die Einrichtung bis zum Übergang in die Schule. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ soll auf den zwischen Bund und Ländern abgestimmten Eckpunkten zur frühkindlichen Sprachbildung aufbauen. Mit diesem Standard fördert der Bund Qualität frühkindlicher Bildung in einem Schlüsselbereich und schafft Verlässlichkeit für Kinder und ihre Familien.

 

Das Bundesprogramm für Sprache und Integration ruht auf zwei Säulen:

 

8.1 Zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen

 

Zentrale Aufgabe der zusätzlichen, im Handlungsfeld Sprache qualifizierten Fach­kräfte während des Förderzeitraums ist es, ihre Kompetenzen an das Einrichtungs­team weiterzugeben, ein Modell guter Praxis zu sein und für eine nachhaltige Implementierung zu sorgen. Dies beinhaltet die Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung des Kita-Teams für die alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit, bei der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Familien sowie der inklusiven Bildung. Die Träger der Kindertageseinrichtungen erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle (mindestens 19,5 Wochenstunden) mit herausgehobener und schwieriger, verant­wortungsvoller Tätigkeit (TVÖD S8b bzw. vergleichbar) sowie zu den projektbe­zogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 25.000 Euro pro Jahr.

 

8.2 Kontinuierliche Unterstützung durch zusätzliche Fachberatung

 

Die Wirkung der zusätzlichen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen soll durch eine kontinuierliche prozessbegleitende zusätzliche Fachberatung gestärkt werden. Aufgaben der zusätzlichen Fachberatungsstelle sind insbesondere:

 

         Begleitung der zusätzlichen Fachkräfte für sprachliche Bildung, Kita-Leitungen und der Kita-Teams mit dem Ziel, die Qualität der Einrichtungen zu erhöhen,

         Qualifizierung der Tandems aus zusätzlichen Fachkräften und Kita-Leitungen zu den Handlungsfeldern des Programms unter Berücksichtigung des Wechselspiels von Theorie, Praxis- und Reflexionsphasen sowie die Koordination von externen Fortbildungen, Qualifizierungen,

         Förderung von Teamprozessen,

         Unterstützung der Einrichtungen bei der Konzeptentwicklung in den Bereichen sprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Bildung,

         Organisation des Austauschs mit den zusätzlichen Fachkräften in den Einrichtungen des Verbundes und Mittelfunktion zwischen den verschiedenen Akteuren.

 

Für die zusätzliche Fachberatung ist darüber hinaus zu beachten:

 

         Sie soll grundsätzlich für 10-15 Kindertageseinrichtungen im Verbund zu­ständig sein.

         Ihre Aufgabe muss personell klar von den Aufgaben der Dienstaufsicht getrennt sein.

         Ihr Beratungsangebot richtet sich nach dem jeweiligen Unterstützungsbedarf der Einrichtung. Jede Einrichtung wird mindestens alle sechs Wochen von der zuständigen Fachberatung besucht.

          Sie selber nimmt an den Qualifizierungen des Bundesprogramms sowie an den regionalen Netzwerken teil.

 

Die zusätzliche Fachberatung soll neben der Zusatzqualifikation zur Fachberatung folgende Anforderungen erfüllen:

 

         akademischer Abschluss aus dem sozial-pädagogischen oder pädagogischen Bereich (bzw. abweichend pädagogische Fachkraft mit der Zusatzqualifikation Leitung einer Kindertageseinrichtung und einer sechsjährigen Praxis als Leitungskraft),

         spezielle Kenntnisse im Bereich sprachlicher Bildung sowie Inklusion und/ oder Zusammenarbeit mit Familien (z.B. nachzuweisen durch entsprechende Fort- und Weiterbildungen),

         mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Fachberaterin bzw. Fachberater,

          Erfahrungen in den Bereichen Beratung, Coaching, Erwachsenbildung o.ä. im Praxisfeld der Kindertageseinrichtungen.

 

Hinweis der Verwaltung

Die Kindertagesstätte Nord wurde als Sprach-Kita anerkannt.

 

  1. Bundesprogramm Kita-Plus (Anlage 10)

 

Mit dem Bundesprogramm „ Kita Plus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSF) sollen Betreuungsangebote für Eltern und Kinder mit besonderen Bedürfnissen und familiär bedingten besonderen Organisationsformen geschaffen werden. Es geht dabei nicht um die Erweiterung des zeitlichen Umfangs der Fremdbetreuung, sondern explizit um eine auf die Bedürfnisse der Eltern angepasste Betreuungssituation. Seit Januar 2016 werden im Bundesprogramm „KitaPlus“ mit einer Laufzeit von drei Jahren zukunftsfähige Konzepte zu bedarfsgerechten Betreuungszeiten gefördert. Diese können von einer Ausweitung der Öffnungszeiten pro Wochentag, über Betreuungsmöglichkeiten am Wochenende und an Feiertagen bis hin zu Betreuungsangeboten reichen, die auch Nachtzeiten umfassen. Neben Personalmitteln fördert das BMFSFJ die Investitionskosten, Ausstattung und Sachkosten, die für die Umsetzung des erweiterten Angebotes erforderlich sind. Kindertageseinrichtungen können Fördermittel bis zu 200.000 Euro p.a. und Kindertagespflegepersonen pauschal bis zu 15.000 Euro p.a. erhalten. Der Zuwendungsnehmer hat sich in angemessenem Umfang an den Gesamtausgaben des Vorhabens durch Einbringung von Eigen- und/ oder Drittmitteln zu beteiligen, der Bund übernimmt maximal 95 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

 

Hinweis der Verwaltung

Da weder bei der Stadt noch bei den Glückstädter Trägern entsprechende Wünsche/ Bedarfe angemeldet bzw. bekannt sind, kam die Teilnahme am Bundesprogramm bislang nicht in Frage.                   

 

 


Anlagenverzeichnis:

 

  1. Vereinbarung zwischen Land und Kommunen zum weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und Fortsetzung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung bis 2018
  2. Erlass „Zuweisung zur Förderung von zusätzlichen Personalkosten für die Ganztagsbetreuung von Kindern von drei bis sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen 2016 – 2018“
  3. Erlass Förderung von Kindertagesbetreuung, Sprachbildung und Hortmittagessen 2016
  4. Erlass „Besondere Zuweisungen zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege 2015 –2018 Konnexitätsmittel
  5. Erlass Förderung von Familienzentren 2016 und 2017
  6. Erlass Förderung von pädagogischer Fachberatung 2016 und 2017
  7. Erlass Förderung von Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen 2016 und 2017
  8. Förderrichtlinie zum Landes- und Bundesinvestitionsprogramm zum Ausbau der Kinderbetreuung
  9. Förderrichtlinie „Sprach-Kitas“
  10. Fördergrundsätze „Kita-Plus“

 

(Hinweis: Um Kosten und Ressourcenverbrauch gering zu halten, wird darauf verzichtet, der gedruckten Version der Sitzungsunterlage die Anlagen 1 – 10 beizufügen. Die Anlagen können unter www.glueckstadt.de und den Menüpunkten „Verwaltung & Politik / Politik / Sitzungsunterlagen“ bzw. im Ratsinformationssystem eingesehen werden. Auf Nachfrage werden gedruckte Exemplare zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 11 1 Anlage 1: Vereinbarung zwischen Land und Kommunen (844 KB)      
Anlage 12 2 Anlage 2: Erlass Förderung zusätzlicher Personalkosten 2016-2018 (978 KB)      
Anlage 13 3 Anlage 3: Erlass Förderung von Kindertagesbetreuung, Sprachbildung und Hortmittagessen 2016 (1986 KB)      
Anlage 14 4 Anlage 4: Erlass besondere Förderung von Kindern U 3 2015-2018 (2211 KB)      
Anlage 15 5 Anlage 5: Erlass Förderung Familienzentren 2016 und 2017 (3075 KB)      
Anlage 16 6 Anlage 6: Erlass Förderung pädagogischer Fachberatung 2016 und 2017 (1567 KB)      
Anlage 17 7 Anlage 7: Erlass Förderung von Qualitätsentwicklung 2016 und 2017 (2179 KB)      
Anlage 18 8 Anlage 8: Förderrichtlinie Landes- und Bundesinvestitionsprogramm zum Ausbau der Kinderbetreuung (1490 KB)      
Anlage 19 9 Anlage 9: Förderrichtlinien Sprach-Kitas (2406 KB)      
Anlage 20 10 Anlage 10: Fördergrundsätze Kita-Plus (3057 KB)