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Vorlage - SV/2015/008-1  

Betreff: Offener Ganztagsbetrieb
Finanzierung
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
SV/2015/008
Federführend:Fachbereich III - Familie, Bildung, Soziales und Integration   
Beratungsfolge:
Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt
17.06.2015 
Sitzung der Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Vergleich Planung und Ausführung Haushalt 2014  
Entwicklung der Erträge und Aufwendungen in den Haushaltsjahren 2013-2015  
Varianten der Beitragsgestaltung  

Sach- und Problemdarstellung:

Zur Darstellung der Finanzierung des Offenen Ganztagsbetriebs sind folgende Übersichten beigefügt:

 

Anlage 1:

Ein Vergleich der im Haushalt 2014 (einschl. Nachtrag) geplanten Kosten zu den tatsächlich entstandenen Kosten im Haushaltsjahr 2014

 

Anlage 2:

Entwicklung der Erträge und Aufwendungen vom Haushaltsjahr 2013 bis zum Haushaltsjahr 2015 (Prognose)

 

In den Übersichten sind die Erträge und Aufwendungen für Verpflegung jeweils gesondert dargestellt, da sich diese in erheblichem Maße auf die Entwicklung des Defizits auswirken.

Daneben lässt sich so ein Vergleich der Gesamtkosten und des Defizits unter der Trägerschaft der Steinburg Sozial gGmbH (STS) und dem Schulverband genauer darstellen.

 

zu Anlage 1: Vergleich Planungskosten – tatsächliche Kosten:

 

Die Ansätze wurden nach den Angaben von der STS hochgerechnet. Es lagen zum damaligen Zeitpunkt keine Erkenntnisse vor, die eine genaue Kalkulation ermöglicht hätten. Es wurden insgesamt 28.993,62 € weniger gegenüber den Ansätzen im Nachtragshaushalt 2014 verausgabt. Dies ist im Wesentlichen auf reduzierte Ausgaben bei den Entgelten für Kursleitungen zurückzuführen. Hier konnten durch andere Vertragsgestaltungen und Honorarvereinbarungen Einsparungen erzielt werden.

 


zu Anlage 2: Entwicklung der Kosten Haushaltsjahre 2013 bis 2015

 

Hier sind die Gesamtkosten seit dem Haushaltsjahr 2013 dargestellt.

 

Bei den Angaben zum Haushaltsjahr 2015 handelt es sich nur um eine Prognose, die aber auf zwischenzeitlich gewonnenen Erfahrungswerten basiert, die bei Beschluss des Nachtragshaushaltes 2014 noch nicht vorlagen. Die Hochrechnung sollte annähernd realistische Werte ausweisen.

 

Das erhöhte Defizit im Haushaltsjahr 2014 ist auf den Wechsel der Trägerschaft zurückzuführen, da der Zuschuss an die STS für 2 Schulhalbjahre und gleichzeitig Kursleiterentgelte für das nächste 1. Schulhalbjahr kassenwirksam wurden, die sonst erst im nächsten Haushaltsjahr fällig gewesen wären.

 

Ein konkreter Vergleich der Gesamtkosten ist somit nur zwischen den Haushalts­jahren 2013 und 2015 sinnvoll.

 

Ohne Verpflegungskosten kann von einer Reduzierung des Defizits um 8.059,00 € ausgegangen werden.

Der starke Anstieg der TeilnehmerInnen am Mittagstisch in der Bürgerschule führt zu einer Steigerung der Kosten der Verpflegung. Hier erhöht sich das Defizit gegenüber 2013 um 4.108,00 €.

 

Das Gesamtdefizit beträgt in 2015 (in Trägerschaft des Schulverbandes) voraus­sichtlich 44.220,00 € gegenüber 48.171,00 € in 2013 (in Trägerschaft der STS). Es ergibt sich also eine Einsparung in Höhe von 3.951,00 €.

 

In der Drucksache SV/2015/008 wird die Festanstellung einer Betreuungskraft avisiert. Dies würde zu Mehrkosten i.H.v. 10.000,00 €/Haushaltsjahr führen. In Anbetracht der bisher erzielten Einsparungen beim Gesamtdefizit i.H.v. 3.951,00 € innerhalb von 2 Haushaltsjahren bei einer deutlichen Verbesserung des Betriebes und Anstieg der Teilnehmerzahlen von insgesamt 1.501 in 2013 auf 1.938 in 2015 würde dies „nur“ zu einer Erhöhung des Gesamtdefizits um 6.049,00 € führen. Im Verhältnis zum Leistungsumfang ist dies ein geringfügiger Betrag.

 

Künftiges Finanzierungskonzept

 

Zur Gestaltung der Elternbeiträge hat die Verwaltung verschiedene Modelle aufbereitet. (s. Anlage 4 )

 

Da das Schuljahr 2014/15 aber noch nicht abgeschlossen ist, fehlen abschließende Erfahrungswerte zum Nutzerverhalten und auch eine verlässliche Bezifferung der Gesamtkosten für das gesamte Schuljahr. Alle MitarbeiterInnen finden immer noch Optimierungspotential in den Abläufen und der Gestaltung des Gesamtbetriebes. Dies führt dann auch zu einem anderen Nutzerverhalten.

 

Durch die Mehrarbeit nach Einrichtung der DaZ-Klasse ist viel Energie in die Gestal­tung der Betreuung und Hausaufgabenhilfe geflossen, so dass Überlegungen zur bestmöglichen Beitragsgestaltung unter Berücksichtigung der sozialen Komponente noch weitergehender Recherchen und Auswertungen bedürfen. Es gilt ein System mit einer für alle Eltern gerechten Beitragsgestaltung und Wahlmöglichkeit indivi­dueller Angebote bei möglichst geringem Verwaltungsaufwand zu finden.

 

Von den Gesamtkosten entfällt ein nicht unerheblicher Anteil auf den Mittagstisch. (Defizit 2015 voraussichtlich 18.000,00 € - s. Anlage 2) Der Lieferant der Mittagsver­pflegung hat angekündigt, zum Schuljahresbeginn 2015/16 das Verpflegungsentgelt von bisher 3,50 € auf 3,80 € zu erhöhen. Bei Wegfall des Zuschusses des Schulverbandes i.H. v. 1,00 € würde das für die Eltern eine Erhöhung um 1,30 €/Essen bedeuten. Die Teilnehmerzahl wäre dann rückläufig. Kinder, die einen Gutschein aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten, müssten dann auch einen Eigenanteil zahlen. Konsequenz wäre, dass viele Kinder sozialschwacher Familien ohne ein warmes Essen auskommen müssen, da die Eltern den Kindern kein Geld mitgeben.

 

Die Entgelte für Kurse und Betreuung (67.000,00 €) können nach den bisherigen Erkenntnissen durch Elternbeiträge und Landesmittel (76.780,00 €) gedeckt werden. Hier kann voraussichtlich in diesem Schuljahr sogar ein Überschuss i.H.v. ca. 9.780,00 € erwirtschaftet werden. Es wurde ferner zur Reduzierung der Gesamt­kosten ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus Jugendhilfemitteln gestellt. Möglicherweise können weitere, wenn auch geringfügige, Einsparungen durch den Einsatz einer Schulassistenz in der Hausaufgabenhilfe im kommenden Schuljahr erzielt werden.

 

Zur Umsetzung der sozialen Komponente wurden in diesem Schuljahr Spenden­gelder eingesetzt, so dass Familien mit geringem Einkommen teilweise Beiträge erlassen und zusätzliche Kurse ermöglicht werden konnten. Es stehen hierfür noch Spendengelder für das kommende Schuljahr zur Verfügung.

 

Die Verwaltung geht davon aus, dass ein umfassendes Konzept zur Finanzierung und Erhebung von Elternbeiträgen unter Berücksichtigung einer sozialen Kompo­nente und des Nutzerverhaltens ab dem Schuljahr 2016/17 umzusetzen sein wird. Bis dahin sollte die Höhe der Elternbeiträge und die Höhe des Zuschusses des Schulverbandes zum Mittagstisch in der bisherigen Höhe beibehalten werden, auch wenn eine Kostensteigerung gegenüber dem Vorjahr i.H.v. ca. 3.000,00 € zu erwarten ist; dies auch unter der Prämisse, dass nach Übernahme der Trägerschaft durch den Schulverband eine Reduzierung des Gesamtdefizits erzielt werden konnte. Dann können die Erfahrungen und abschließenden Kosten des 1. Schul­jahres in Regie des Schulverbandes in die Gebührengestaltung einfließen. Außer­dem kann eine anstehende Ausschreibung Auswirkungen auf die Kosten für den Mittagstisch haben und dann unmittelbar Berücksichtigung finden.

 

 


Anlagenverzeichnis:

 

  1. Vergleich Planung und Ausführung Haushalt 2014
  2. Entwicklung der Erträge und Aufwendungen in den Haushaltsjahren 2013-2015
  3. Varianten der Beitragsgestaltung

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 3 1 Vergleich Planung und Ausführung Haushalt 2014 (84 KB)      
Anlage 2 2 Entwicklung der Erträge und Aufwendungen in den Haushaltsjahren 2013-2015 (87 KB)      
Anlage 1 3 Varianten der Beitragsgestaltung (74 KB)