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Vorlage - SV/2015/006  

Betreff: Einsatz von SchulassistentInnen ab dem Schuljahr 2015-16
Status:öffentlich  
Federführend:Fachbereich III - Familie, Bildung, Soziales und Integration   
Beratungsfolge:
Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt
17.06.2015 
Sitzung der Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1: Schreiben des Städteverbandes Schl.-Holst. v. 01.06.2015  
Anlage 2: Schreiben der Bildungsministerin vom 12.05.2015  
Anlage 3: Schreiben des Städteverbandes vom 29.04.2015  

Beschlussvorschlag:

Alternative 1:

Der Schulverband Glückstadt sieht den Einsatz von Schulassistenz in der originären Aufgabe des Landes und wird die Trägerschaft hierfür nicht selbst übernehmen.

 

Alternative 2:

Ein Einsatz von SchulassistentInnen an den Schulen des Schulverbandes Glückstadt ist nur über eine Übertragung der Trägerschaft auf Dritte zu realisieren.

 

Alternative 3:

Dem Einsatz von SchulassistentInnen in der Trägerschaft des Schulverbandes Glückstadt ab dem Schuljahr 2015-16 wird zugestimmt unter der Voraussetzung, dass eine verbindliche Vollfinanzierung durch das Land Schleswig-Holstein über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren sichergestellt ist. Die erforderlichen Stellen an den Grundschulen sind über den Nachtragshaushalt 2015 im Stellenplan einzurichten und entsprechend der Dauer und Höhe der verbindlich zugesagten Finanzierung zu befristen.

 


Sach- und Problemdarstellung:

Das Land Schleswig-Holstein sieht mit Beginn des Schuljahres 2015/16, also ab August 2015, den Einsatz von schulischer Assistenz an Grundschulen vor und stellt hierfür den Kreisen und kreisfreien Städten Mittel zur Verfügung. Unklar war zunächst die Frage der Anstellungsträgerschaft. Zwischenzeitlich hat es eine Verständigung zwischen dem Bildungsministerium, dem Gemeindetag und dem Städteverband Schl.-Holst. auf ein Optionsmodell gegeben.

 

Zur Erläuterung dieses Modells, der Rahmenbedingungen und der Aufgaben einer schulischen Assistenz ist ein Schreiben des Städteverbandes Schleswig-Holstein vom 01.06.2015 beigefügt. (Anlage 1)

Beigefügt sind auch ein Schreiben der Bildungsministerin vom 12. Mai (Anlage 2), in dem sie um Mitwirkung der Schulträger wirbt und eine Information des Städte­verbandes vom April dieses Jahres (Anlage 3)

 

Da das Problem der Sicherstellung der mittelfristigen Finanzierung und originären Zuständigkeit des Landes als innere Schulangelegenheit analog der Schulsozial­arbeit gesehen wird, hatten sich die Schulträger im Kreis Steinburg in Abstimmung mit dem Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages solidarisch erklärt und dem Schulrat signalisiert, dass seitens der Schulträger keine Anstellung von Schulassistenten erfolgen wird. Zwischenzeitlich sind hiervon einige Schulträger im Kreisgebiet abgewichen.

 

Zur Frage, wie sich die Situation in den anderen Kreisen darstellt konnte der Städte­verband keine Aussage treffen. Während eines Treffens der Organisatoren der Mittelstädte Schleswig-Holsteins kam von allen Teilnehmern eine ablehnende Rück­meldung zum Optionsmodell 1 (Trägerschaft durch den Schulträger).

 

Zur Situation vor Ort verweist die Verwaltung auf die mit der Schulsozialarbeit gemachten Erfahrungen.

 

Bei Erfüllung der in der Verständigung vom 21.05.2015 genannten Bedingungen und einer Planungssicherheit von 5 Jahren wäre die Übertragung auf einen freien Träger (Diakonie, AWO) eine Perspektive. Hier kann dann allerdings nur eine beschränkte Steuerung durch den Schulträger und Anbindung an vorhandene Strukturen, wie dem Offenen Ganztag, erfolgen.

 

Eine Reduzierung von Stellenanteilen im Bereich der Schulsozialarbeit zugunsten der Schulassistenz kommt nicht in Frage, da es sich um unterschiedliche Aufgaben­felder handelt. Die Schulassistenz ist vorgesehen zur Kompensierung des durch Schließung der Förderzentren an den Grundschulen aufgetretenen Mehraufwandes für FörderschülerInnen und umfasst die Begleitung einzelner SchülerInnen (s. auch anl. Beschreibungen der Aufgaben- und Einsatzfelder). Die Schulsozialarbeit hingegen soll spezifische Hilfe nicht nur für SchülerInnen sondern auch für Eltern und Lehrkräfte anbieten, personale, kommunikative und soziale Kompetenzen stärken im Rahmen der Prävention und zum Ausgleich sozialer Benachteiligung und zur Chancengleichheit beitragen. Die Anforderungen an Schulsozialarbeit sind nach den bisherigen Überlegungen zur erforderlichen Ausbildung von SchulassistentInnen weitaus höher anzusiedeln. (Mindeststandard für SchulsozialarbeiterInnen: Erzieher/in mit Zusatzausbildung).

 

Zum erforderlichen Einsatz von Schulassistenz werden die Schulleitungen in der Sitzung der Schulverbandsversammlung eine Stellungnahme abgeben. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (125 €/Schüler) könnte an der Bürgerschule eine Stelle mit 35-39 Wochenstunden, an der Grundschulen Herzhorn mit Außenstelle Kollmar eine Stelle mit 16-18 Wochenstunden eingerichtet werden.

 

Im Hinblick auf den möglichen Einsatz im Offenen Ganztag könnte hier eine geringfügige finanzielle Entlastung zugunsten des Schulverbandes eintreten; dies auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Bedarfs in der Betreuung und Hausaufgabenhilfe im Grundschulbereich und des künftigen Fachkräftemangels.

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Bei einer 100%igen Finanzierung über Landesmittel einschließlich Verwaltungs­kosten kann der Einsatz von Schulassistenten für den Schulverband Glückstadt zunächst für die Dauer von 5 Jahren kostenneutral umgesetzt werden.

 

 


Anlagenverzeichnis:

Anlage 1: Schreiben des Städteverbandes Schl.-Holst. v. 01.06.2015

Anlage 2: Scheiben der Bildungsministerin vom 12.05.2015

Anlage 3: Schreiben des Städteverbandes vom 29.04.2015

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1: Schreiben des Städteverbandes Schl.-Holst. v. 01.06.2015 (1360 KB)      
Anlage 2 2 Anlage 2: Schreiben der Bildungsministerin vom 12.05.2015 (1124 KB)      
Anlage 3 3 Anlage 3: Schreiben des Städteverbandes vom 29.04.2015 (508 KB)