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Vorlage - /2014/125-1  

Betreff: Kindertagesstätten
ev.-luth. Kindertagesstätte Nord; Anbau / Ersatzbau
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
/2014/125
Federführend:Fachbereich III - Familie, Bildung, Soziales und Integration   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
08.12.2014 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   
Stadtvertretung der Stadt Glückstadt
18.12.2014 
Sitzung der Stadtvertretung der Stadt Glückstadt ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag

 

Dem An- und Erweiterungsbau für 3 Gruppen gemäß den Planungsunterlagen des Trägers wird zugestimmt.

 

 


Sach- und Problemdarstellung:

Sach- und Problemdarstellung:

 

Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 24.11.2014 dem Beschlussvorschlag

 

„dem Anbau als Ersatz für 2 wegfallende Regelgruppen an der Kindertagesstätte Nord zuzustimmen„

 

zugestimmt.

 

Der zweite Teil des Beschlussvorschlages

 

„sofern der Bedarf an Integrationsgruppen festgestellt wird und die anteiligen Investitionskosten anerkannt werden, dem An- und Erweiterungsbau gemäß den Planungsunterlagen des Trägers zuzustimmen“

 

wurde vertagt. Die Verwaltung wurde beauftragt, konkretere Angaben zu Bedarfen an Integrationsgruppen und tatsächlich entstehenden Kosten zu ermitteln.

 

Am 26.11.2014 hat ein Gespräch mit allen Beteiligten – Kreis Steinburg (Eingliederungshilfe und Heimaufsicht), Koordinierungsstelle soziale Hilfen der schleswig-holsteinischen Kreise (Kosoz), Träger der Kita-Nord und Stadtverwaltung (Bürgermeister, Frau Patyk, Frau Tesch) stattgefunden.

 

Wesentliches Ergebnis ist, dass

 

  • die Planung von Plätzen für Kinder mit Behinderungen seitens des Kreises ausdrücklich begrüßt und unterstützt wird,
  • seitens der Eingliederungshilfe aktuell ein Bedarf an einer 1 integrativen Elementargruppe mit  11 Regel- und 4 Integrationsplätzen in Glückstadt besteht und anerkannt wird,
  • sich zukünftig ein Bedarf an einer weiteren Integrationsgruppe ergeben wird, da aktuell weitere 3-4 Kinder für Integrationsmaßnahmen anerkannt werden könnten,
  • eine Konkurrenz zur Kita der Lebenshilfe in Borsfleth nicht besteht, da dort Kinder in heilpädagogische Kleingruppen betreut werden. Diese Kinder haben einen weitergehenden Betreuungsbedarf, welcher in Integrationsgruppen nicht erfüllt werden kann.

 

Besprochen und empfohlen wurde, folgende Gruppenkonstellation einzurichten:

 

  • 1 integrative Elementargruppe (11 Regel- und 4 Integrationsplätze)
  • 1 Elementargruppe (20 Plätze)
  • 1 altersgemischte Gruppe (10 Regel- und 5 Krippenplätzen)

 

Der Ersatz der 40 wegfallenden Plätze im Regelbereich ist damit sichergestellt. Weiterhin kann mit dieser Gruppenkonstellation flexibel auf den Bedarf weiterer Integrationsplätze aber auch auf den Bedarf an zusätzlichen Plätzen, die sich durch Zuzug von Kindern nach Glückstadt ergeben, reagiert werden, da eine altersgemischte Gruppe sehr flexibel genutzt werden kann. In altersgemischten Gruppen verringert sich die Gruppengröße von 20 Kindern um jeweils einen Platz je aufgenommenen U 3-Kind, d.h., ein U 3-Kind belegt 2 Plätze. Die Grenze liegt hier bei neun Kindern U 3 und zwei Kindern ab 3 Jahren (insgesamt 11 Kinder). 

 

Seitens der Heimaufsicht und der Kosoz wurde mitgeteilt, dass somit die Planungen von 3 Gruppen anerkannt werden; diese Gruppen auch in den Bedarfsplan des Kreises aufgenommen und die Investitionskosten berücksichtigt werden können. Damit die genauen Kosten in die Zuschussgewährung einfließen können, wurde vereinbart, dass die Architekten eine Kostenschätzung nach DIN 276, 3. Stufe erstellen. Diese wird voraussichtlich Ende Januar / Februar 2015 vorliegen. Die Kostenschätzung wird dann bei der Kosoz und Heimaufsicht auf anerkennungsfähige Kosten geprüft. Diese Prüfungen dauern voraussichtlich ca. 4 Wochen.

 

Im Gespräch wurde mitgeteilt, dass voraussichtlich weitere Bundes- und Landesmittel für neu geschaffene Krippenplätze zur Verfügung gestellt werden, so dass auch hier mit einem Zuschuss zu rechnen ist; anerkennungsfähig wären hier 5 U 3-Plätze in der altersgemischten Gruppe. Die Gesamtkosten sind durch die Anzahl der gesamten Plätze zu teilen und dann mit 5 Plätzen zu multiplizieren.

 

Der Kreis beteiligt sich mit 8,1 % der anerkennungsfähigen Kosten an den Investitionskosten für neu geschaffene Plätze.

 

Die Finanzierung des Integrationsbereiches erfolgt aus Mitteln der Eingliederungshilfe. Es erfolgt kein einmaliger Zuschuss an den Investitionskosten, sondern eine Refinanzierung über den Pflegesatz durch Abschreibung über einen Zeitraum von 40 Jahren. Berücksichtigt werden die anerkennungsfähigen Gesamtkosten ./. Zuschüsse von Dritten. Dieser Betrag wird durch die Anzahl der Gruppen dividiert (in diesem Fall durch 3 Gruppen). Von den Kosten für die eine Gruppe werden 45 % dieser Kosten für die Regelintegrationsgruppe anerkannt. Sollte sich der Bedarf an einer weiteren Gruppe für I-Kinder ergeben, wird diese Gruppe ebenfalls über den Pflegesatz refinanziert.

 

Bei den vorliegenden Kostenschätzungen belaufen sich die Mehrkosten für eine Gruppe auf 324.422,00 €. Nach Abzug der entsprechenden Zuschüsse,  vermindern sich die Mehrkosten auf 11.750,21 €.

 

Vorläufige Berechnung anhand der vorliegenden Kostenschätzung in €/brutto. In den Investitionskosten sind Baukosten, Baunebenkosten und Ausstattungskosten sowie Kosten für das Außengelände enthalten Die Kostenberechnung kann noch Abweichungen enthalten, ebenso kann es noch Abweichungen bei den anerkennungsfähigen Kosten, welche vom Kreis und der Kosoz ermittelt werden,   geben:

 

 

3 Gruppen

2 Gruppen

Mehrkosten

Investitionskosten

1.485.852,00

1.161.430,00

324.422,00

./. Zuschuss Kreis 8,1 % für neu geschaffene Plätze (1 Gruppe = 20 Plätze)

35.640,00

0

----

./. Zuschuss U 3 (grob geschätzt)

70.000,00

0

----

 

1.380.212,00

1.161.430,00

218.782,00

 

 

 

 

Finanzierung I-Gruppe

 

 

 

Kosten pro Gruppe 1/3

460.070,66

------

------

Davon 45 %

207.031,79

 

11.750,21

 

Für die Schaffung von weiteren rechtsanprucherfüllenden Plätzen fallen somit für die Stadt Glückstadt zusätzliche Investitionskosten von grob geschätzt 11.750,21 € an, welche ab dem Haushaltsjahr 2016 über die Zuschussgewährung zu refinanzieren sind. Sollte der Bedarf an einer weiteren I-Gruppe anerkannt werden, werden weitere Investitionskosten durch die Eingliederungshilfe anerkannt und vermindern dann diesen Anteil der Stadt.

 

Bei den Betriebskosten werden ebenfalls 45 % der auf die Gruppe entfallenden Kosten über den Pflegesatz anerkannt. Weiterhin werden die Kosten für die heilpädagogische Fachkraft, die als zweite Kraft in der I-Gruppe erforderlich ist, zu 100 % über den Pflegesatz anerkannt. Bei einer Gruppenöffnungszeit von 6 Stunden wir eine Vollzeitkraft anerkannt, bei geringeren Gruppenzeiten eine 3/4 – Kraft. Seitens der Verwaltung wird daher eine Öffnungszeit von 6 Stunden empfohlen. Der Anteil des Trägers an den Betriebskosten (laufende BK sowie eine pädagogische Fachkraft) beträgt somit 55 %. Die zusätzlichen Betriebskosten für die I-Gruppe werden grob geschätzt auf 50.000 €. Hiervon abzusetzen sind die Landes- und Kreiszuschüsse sowie die Elternbeiträge für 11 Kinder von ca. 25.000 €. Vom verbleibenden Betrag von 25.000 € muss der Träger somit 13.750 € (55 %) übernehmen. Von diesem Betrag übernimmt die Stadt Glückstadt 95 %. Der städtische Zuschuss erhöht sich somit um jährlich ca. 13.100 €.

 

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Zeitschiene sehr eng ist, wenn im August 2016 der Betrieb in den neuen Räumen losgehen soll.

 

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Auswirkung auf den Haushalt 2015 der Stadt hat die Maßnahme nicht. Ab 2016 wird sich der Zuschuss erhöhen, da die Betriebskosten für diese Einrichtung durch die Berücksichtigung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie die Betriebskosten ansteigen im Kita-Haushalt ansteigen werden. Die grobe Schätzung beläuft sich auf ca. 20.000 € jährlich (13.100 € zuzüglich Zins- und Tilgungsleitungen).

 

 


Anlagenverzeichnis:

Anlagenverzeichnis

 

Keine Anlagen