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Vorlage - /2020/050-4  

Betreff: Bahnquerung Tegelgrund
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
/2020/050
Beratungsfolge:
Bauausschuss
04.11.2021 
Sitzung des Bauausschusses      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3.53 „Brücke Tegelgrund“ wird in einem ersten Schritt mit dem Ziel der Realisierung einer höhengleichen Bahnquerung begonnen. Wenn sich während des Verfahrens ergeben sollte, dass die Forderung der Stadt Glückstadt nach einem Bahnhalt in Glückstadt-Nord Eingang in den Landesweiten Nahverkehrsplan findet, wird dies im Verfahren berücksichtigt.

Sollte sich die Chance zu Errichtung eines Bahnhaltes in Glückstadt-Nord erst nach Rechtskraft der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3.53 ergeben, würde hierfür ein gesondertes B-Plan-Änderungsverfahren durchgeführt werden.


Sach- und Problemdarstellung:

Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 03.08. 2021 beschlossen, zur Realisierung einer höhengleichen Bahnquerung eine 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3.53 „Brücke Tegelgrund“ anzustoßen (siehe Drucksache 202-050-3).

Im Zuge der Beratung zum Landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) hat die Stadtvertretung unter Ziffer 4 b) folgenden Beschluss gefasst (Drucksache 2021/102-1):

 

Laut LNVP ist der Zugang zu und die Verfügbarkeit von Nahverkehr wesentliche Voraussetzung für dessen Nutzung. Kapitel 5.2.1 und 5.2.2 sehen daher eine Reihe von Bahnhofsreaktivierungen oder Neubauten vor. Dann Ansinnen wird seitens der Stadt Glückstadt dahingehend vollumfänglich unterstützt, dass im ersten Punkt „Marschbahn“ hinter „Itzehoe Alsen“ auch „Glückstadt Nord“ neu aufzunehmen wäre (Seite 77). Von den Wohngebieten „Nord“ und „Tegelgrund“ wäre dieser Haltepunkt für einen großen Teil der Glückstädter Bevölkerung fußläufig erreichbar, d.h., es werden dort keine Parkplätze gebraucht. Mit der Realisierung dieses Vorhabens wäre zudem eine neue Wegeverbindung zwischen dem Tegelgrund und Nord geschaffen und das anhängige Problem eines „schienengleicher Bahnübergangs“ gelöst, da die Bahnsteige beider Fahrrichtungen beidseitig erreichbar sein müssen.

 

Um dem Eindruck entgegen zu wirken, dass sich die Beschlüsse von Stadtvertretung und Bauausschuss widersprechen, ist deutlich zu machen, dass eine schrittweise Vorgehensweise erforderlich ist: die Realisierung einer höhengleichen Bahnquerung soll möglichst zeitnah angestrebt werden, während derzeit noch nicht absehbar ist, ob und wann ein Bahnhalt in Glückstadt-Nord realisiert werden kann.

 

Eine Anfrage bei der NAH.SH, wann mit einem Beschluss des LNVP zu rechnen sei, wurde dahingehend beantwortet, dass derzeit die eingegangenen Stellungnahmen bearbeitet würden und noch nicht absehbar sei, wie lange die Bearbeitung dauern würde. Und letztendlich entscheide das Land, welche Anregungen in den LNVP aufgenommen würden. Da vor diesem Hintergrund derzeit nicht abgeschätzt werden kann, ob und wann ein Bahnhalt in Glückstadt-Nord planungsrelevant werden könnte, soll in einem ersten Schritt mit der Schaffung der bauleitplanerischen Voraussetzungen für eine höhengleiche Bahnquerung begonnen werden.


Finanzielle Auswirkungen:

Der Beschlussvorschlag hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Glückstadt. Die Änderung des Bebauungsplanes 3.53 wird aus Städtebauförderungsmitteln finanziert.


Anlagenverzeichnis:

Keine Anlagen