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Vorlage - /2021/112  

Betreff: Anfrage KiTa Tegelgrund
Gemeinsame Anfrage der Fraktionen
Status:öffentlich  
Art:Anfrage
Beratungsfolge:
Sozialausschuss
01.09.2021 
Sitzung des Sozialausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sach- und Problemdarstellung:

Am 12.08.2021 ging bei der Verwaltung eine gemeinsame Anfrage der Fraktionen über die Vorsitzende des Sozialausschusses zur KiTa Tegelgrund mit der Bitte um Beantwortung ein (siehe Anlage 1).

Am 15.08.2021 ging noch folgende Frage ein: „Warum ist die KiTa abends und nachts rundum hell erleuchtet? Das ist zum einen Energieverschwendung, zum anderen Lichtbelästigung der Nachbarn - es ist wirklich sehr hell“.

Am 16.08.2021 ging eine weitere Frage ein: „Ist vorgesehen, die Müllbehälter noch einzuhausen?

 

Antwort der Verwaltung:

 

zu 1:

Die Begründung ist im Brandschutz zu finden. Die KiTa verfügt über drei Schlafräume. Der erste bei der Krippengruppe ist quasi eine Sackgasse, da nur von der Krippengruppe aus erreichbar. Die beiden anderen Schlafräume hingegen sind Durchgangsräume. Sie haben jeweils Türen zu zwei benachbarten Gruppenräumen. Sollte es brennen und zur Verrauchung von Räumen kommen, so müssen immer zwei Fluchtwege möglich sein.

Beim Schlafraum der Krippengruppe ist dies a) in den Gruppenraum und von dort nach draußen und b) direkt nach draußen.

Bei den anderen beiden Schlafräumen ist es a) zu Nachbargruppe links oder b) zur Nachbargruppe rechts und nach von dort nach draußen.

 

zu 2:

Sobald sich abzeichnete, wer der Betreiber für die KiTa Tegelgrund werden wird, wurde dieser immer wieder zu allen möglichen Themen eingebunden. Mitunter wurden dazu eigens Ortstermine vereinbart. Entscheidungen, die aber schon vorher getroffen werfen mussten, um das Projekt nicht zu verzögern und zu denen Vergabeverfahren durchgeführt, Aufträge erteilt usw. wurden, können nicht rückgängig gemacht werden ohne zeitlichen und finanziellen Mehraufwand. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass bei der Planung sehr enge Förderfristen zu berücksichtigen waren, die coronabedingt erst im Nachhinein verlängert wurden.

 

Zum Zeitablauf beim Gewerk Garten-Landschaftsbauarbeiten (GaLa):

Veröffentlichung der Verdingungsunterlagen Mitte November 2020

Trägerentscheidung im Sozialausschuss am 01.12.2020 und in der Stadtvertretung am 15.12.2020

Der Start des GaLa-Vergabeverfahrens war schon hinausgezögert worden, konnte aber nicht noch weiter geschoben werden, ohne Gefahr zu laufen, zu wenig oder zu unattraktive Angebote zu erhalten.

 

Das Vergabeverfahren für die Spielgeräte wurde im Januar 2021 angeschoben, so dass hier vorab die Einbindung des Betreibers möglich war und dies auch intensiv betrieben wurde.

Ansprechpartnerin für Fachbereich IV war stets die Geschäftsführein des KiTa-Werkes, die ihrerseits oft die KiTa-Leitung eingebunden hat.

Zu Drainageleitungen von früheren, vermutlich landwirtschaftlichen Nutzungen des Grundstücks gibt es keine Kenntnisse. Sie sind in keinen Plänen vermerkt. Es wurden keine Drainagerohre entfernt, sondern ein bei der Montage eines Spielgerätes unerwartet vorgefundenes altes Tonrohr beschädigt und repariert.

Im nördlichen Bereich waren zu besseren Entwässerung des Grundstückes vor etwa 10 Jahren leicht im Gelände modelllierte Gräben geschaffen worden und ein Schacht zur Abführung des Wassers in die Regenwasserkanalisation.

Die Fallschutzfläche um die Spielgeräte herum wird an eine neue Drainage angeschlossen.

Im Nordwesten des Grundstücks ist eine Mulde vorgesehen als Puffer bei starkem Regen. Aufgrund der Höhenlage des Stadtteils mit hohen Grundwasserständen und Marschboden ist es dennoch schwierig, hier zuverlässige Vorkehrungen zu treffen und den Boden trocken zu halten.

 

Bei Bedarf wird die erwähnte Mulde zugunsten des Unfallschutzes eingezäunt werden. Das ist mit dem Betreiber abgestimmt.

 

zu 3:

Die Küchen in der Kita Tegelgrund, also die Ausgabeküche und die Pantry im Besprechungsraum, wurden im Rahmen des Vergabeverfahrens an einen Modulbauer bzw. Totalunternehmer anhand der sogenannten ‚Funktionalen Leistungsbeschreibung beschrieben. Die funktionale Leistungsberschreibung ist 37 Seiten lang. Darin gibt es an 10 Stellen Angaben zu Anforderungen an die Küchen von zusammengenommen etwa einer Seite Länge. Mehr Detailtiefe ist bei dieser Art von Vergabeverfahren unüblich. Eine Edelstahlküche war nicht gefordert. Eventuelle Wünsche des Betreibers konnten nicht eingearbeitet werden, da dieser zu dem Zeitpunkt noch gar nicht feststand. Fachbereich IV hat den Eindruck gewonnen, dass der Betreiber die Ausstattung der Küche für durchaus komfortabel hält.

Die KiTa Nordlichter ist kein städtisches Objekt. Erfahrungswerte zu baulichen Begebenheiten dort liegen Fachbereich IV nicht vor und können demzufolgen nicht einfließen.

r Küchen gibt es keine einheitlichen Abschreibungsfristen, sie liegen zwischen 6 und 10 Jahren. Vermutlich wird die Küche aber zumindest in Teilen länger leben.

Die Küche wurde vom Amt für Infektionsschutz und der Heimaufsicht des Kreises Steinburg sehr positiv bewertet und abgenommen.

 

zu 4:

Fenster mit tiefen Brüstungen sind in der Tat für Kinder attraktiv. Beim Modulbauer konnte erreicht werden, obwohl es nicht in der funktionalen Leistungsbeschreibung enthalten war, dass ein Fenster im Giebel zur Straße eine Sonderform erhält mit tiefer Fensterbank.

Die extrabreite Fensterbank, wie zum Beispiel in der Grundschule Herzhorn in jedem Klassenraum realisiert, ließ sich aber nicht durchsetzen. Hier hätten die dann zwingend außen bündig anzuordnenden Fenster mit deren besonderen Anforderungen an Statik und Wärmeschutz den Aufwand doch zu hoch werden lassen.

Über die Ausführung der KiTa Nordmarkstraße müsste der Bauherr die Frage beantworten, also das KiTa-Werk Rantzau-Münsterdorf.

Bei der KiTa Königskoppel sind zwei tiefsitzende Fenster mit extrabreiter Fensterbank vorgesehen und müssen hoffentlich nicht aus Kostengründen entfallen.

Die Laibungstiefe eines Fensters kann nachträglich nicht verändert werden. Vor bodentiefen Fenstern können keine Fensterbänke angeordnet werden. Eine einfache Lösung wären Sitzpolster.

 

zu 5:

Bei den ganz niedrigen WC ist es durchaus üblich, keine Türen an den WC-Kabinen zu haben. Sie fehlen also ganz bewusst. Von der Heimaufsicht gab es dazu keine Beschwerden.

 

zu 6:

In der Krippengruppe war mit dem Betreiber vereinbart worden, dass hier die Wickelkommode aus der KiTa Nordmarkstraße weiterverwendet werden kann und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auch soll. Eine Nachrüstung steht nicht zur Debatte, da der Betreiber selbst diese Lösung gutheißt.

Was für Wickelkommoden in der KiTa Königskoppel verbaut werden, ist noch nicht bekannt. Zum einen, weil die Planung noch nicht in dieser Detailtiefe angekommen ist und zum andern, da der Betreiber noch nicht feststeht. Fachbereich IV freut sich darauf, wenn das soweit ist, damit eben genau solche Aspekte eine Chance haben, in die Planung einfließen zu können.

 

zur Außenbeleuchtung:

Die KiTa verfügt über viele Notausgänge. An den drei Ausgängen von den Fluren her schreibt der Brandschutz eine Beleuchtung vor. Diese Leuchten es sind die etwas größeren runden Leuchten sind batteriegepuffert und leuchten also auch bei Stromausfall und sind hilfreich bei einer eventuell  notwendigen Evakuierung. Über Zeitschaltuhr und Dämmerungsschalter ist die Betriebszeit derzeit auf den Zeitraum von 20 h bis 8 h eingestellt. Dies kann der Betreiber selbst seinen Bedürfnissen anpassen.

Alle Außenleuchten werden über diese Steuerung geschaltet. Einzelne Lichtschalter für Außenleuchten gibt es nicht. Eine nachträgliche Installation in den Außenwänden der Module ist nichtglich. Das wurde während der Bauphase abgefragt und mangels Rechtsgrundlage für eine andere Ausführung (siehe Ausführung zur Funktionalen Leistungsbeschreibung oben) akzeptiert.

Gemäß Prüfbericht zum Brandschutz müssen auch im Inneren des Gebäudes die Flucht- und Rettungswegkennzeichen mindestens während der Betriebszeiten dauerhaft leuchten.

 

zu den Müllbehältern:

Eine Einhausung der Müllbehälter war nicht Bestandteil der Planung und Ausschreibung der Arbeiten in den Außenanlagen. Hier hat die Verwaltung vor, abzuwarten, ob sich hier ein Bedarf ergibt. Dazu sollen nach Ausführung auch der im Herbst noch statt findenden Pflanzarbeiten einige Monate des Betriebes abgewartet werden.

Zu den Pflanzarbeiten gehören unter anderem Hainbuchenhecken, die auf einem Großteil der Strecke parallel zur Einfriedung gesetzt werden wird. Auch zwischen den Personalstellplätzen und der Müllbehälterstandfläche und dem von den Kindern betretbaren Außengelände werden Hecken gesetzt. Die Müllbehälter werden also schon allein deswegen bald nicht mehr so präsent sein. Statt einer Einhausung könnte eine Abschirmung nach Süden bzw. zu den Fenstern des Bewegungsraumes, die optisch an das Gartengerätehäuschen angelehnt ist, ausreichend sein.

Finanzmittel sind dafür bislang nicht vorhanden oder eingeworben.


Anlagenverzeichnis:

Gemeinsame Anfrage der Fraktionen

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Gemeinsame Anfrage der Fraktionen (842 KB)