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Vorlage - /2021/063-1  

Betreff: Bebauungsplan Nr. 3.69 "An der Chaussée 16"- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
/2021/063
Beratungsfolge:
Bauausschuss
01.06.2021 
Sitzung des Bauausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

r das Grundstück An der Chaussée 16 bzw. das Flurstück 510, Flur 5, Gemarkung Blomesche Wildnis wird der Bebauungsplan Nr. 3.69 „An der Chaussée 16“ aufgestellt.

 

Allgemeines Ziel und Zweck der Planung ist ein Allgemeines Wohngebiet mit Festsetzungen zum Maß der baulichen Nutzung, die einen oder mehrere gegliederte Baukörper mit für das Quartier angemessener Höhenentwicklung zum Ziel haben und damit die Sicherstellung einer städtebaulich verträglichen Nachnutzung des Grundstückes.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, den bereits gestellten Antrag auf Zurückstellung des Bauvorbescheides vom 02.12.2020 „Wohnpark Tivoli“ bei der Baugenehmigungsbehörde zu aktualisieren.


Sach- und Problemdarstellung:

Der Bauvorbescheidsantrag `Wohnpark Tivoli ging am 07.12.2021 ein. Inhalt ist eine voluminöse, Wohnbebauung mit 26 Wohnungen auf rechteckigem Grundriss mit Staffelgeschoss für altengerechtes Wohnen. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 12.01.2021 entschieden, das gemeindliche Einvernehmen zu versagen, da sich das Bauvorhaben nicht nach § 34 Baugesetzbuch in die nähere Umgebung einfügt (vgl. Drucksache 2020/221).

 

Voraus gegangen war die Drucksache 2020-092.

 

Dass sich das Bauvorhaben nicht in die Umgebung einfügt, sieht auch die Baugenehmigungsbehörde beim Kreis Steinburg so. Allerdings können Bauvorhaben dennoch zulässig sein, wenn sie keine bodenrechtlichen Spannungen hervorrufen oder verstärken, keine negative Vorbildwirkung entfalten und zudem nicht rücksichtlos sind. Nachdem von zwei unmittelbar betroffenen Nachbarn kurze Einverständniserklärungen zu dem Bauvorhaben vorgelegt worden waren, teilte das Kreisbauamt mit, ein positiver Bescheid sei denkbar.

 

Die Verwaltung ist der Auffassung, dass zwei kurze Einverständniserklärungen unzureichend sind und das Vorhaben mit seiner Geschossigkeit, seinem Volumen und mit seiner erheblich größeren Grundfläche als alle Gebäude der näheren Umgebung das Umfeld überfordert. Hier wird das Erfordernis erkannt, zugunsten einer geordneten städtebaulichen Entwicklung gem. § 1 Absatz 3 BauGB einen Bebauungsplan aufzustellen.

 

Hierzu zählt auch, dass die maßstäbliche Anpassung an das Quartier offenkundig ist. Bei dem im Quartier ungewöhnlich großen Grundstück bedeutet dies unter anderem, dass zwar ein großes Baufenster ausgewiesen werden kann, in dem Baukörper flexibel platziert werden können, aber dennoch Festsetzungen zu finden sind, die eine Gliederung des Bauvolumens mit sich bringen. Diese planerischen Gedanken waren dem Vorhabenträger gegenüber bereits in Jahr 2020 kommuniziert worden.

 

Die Grundflächenzahl wird sich voraussichtlich im von der BauNVO aufgezeigten Rahmen und zwar an dessen oberen Ende bewegen. Inhalte aufzunehmende Örtlicher Bauvorschriften werden im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes erarbeitet.

 

Der in der Sitzung des Bauauschusses vom 11.05.2021 Aufstellungsbeschluss erweist sich in seiner Formulierung als zu vage und soll daher konkretisiert werden. Ansonsten ist es dem Kreisbauamt deutlich erschwert bis unmöglich, einen rechtsichere Zurückstellung des Baugesuchs vorzunehmen.

 

Der erneute/ geänderte Aufstellungsbeschluss soll unmittelbar bekannt gemacht werden, das heißt  in der Holsteiner Allgemeinen Zeitung am 09.06.2021


Finanzielle Auswirkungen:

Siehe Drucksache 2021-063


Anlagenverzeichnis:

Übersichtsplan Plangeltungsbereich

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Plangeltungsbereich (974 KB)