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Vorlage - /2021/010  

Betreff: KiTa Königskoppel - Grundsatzentscheidung zum Vorentwurf
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Bauausschuss
03.03.2021 
Digitale Sitzung des Bauausschusses geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

nach Diskussionsverlauf

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sach- und Problemdarstellung:

Nach Entwicklung des Raumprogramms und dessen Abstimmung mit der Heimaufsicht begann im Juli 2020 das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistungen Hochbau. Das Verfahren gliederte sich in folgende Schritte:

- Bekanntmachung Mitte Juli 2020,

- Bewerbungsfrist bis Mitte August 2020,

- Frist für Einreichung Erstangebot bis Ende September 2020,

- Verhandlungsphase

- Frist für Einreichung finales Angebot bis Mitte Oktober

Aus sieben Bewerbungen wurden vier Büros zu Verhandlungsgesprächen eingeladen. Demjenigen Bieter mit den meisten Punkten wurde der Zuschlag erteilt und im November auf dieser Basis ein Honorarvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um das Büro s2n-Architekten aus Kiel, das über umfangreiche Erfahrungen im Bau von Kindertagesstätten verfügt.

 

Bei der Ausschreibung der Planungsleistungen hat die Verwaltung zur Auflage gemacht, dass das Planungsbüro drei alternative Vorentwürfe zu entwickeln hat. Diese liegen nun vor, so dass darüber zu entscheiden ist. In den Anlagen finden sich jeweils Lageplan, Grundrisse und eine Visualisierung zu den Vorentwürfen.

 

Ergänzend hat das Büro bereits Kosten ermittelt. Bei weiterer Vertiefung der Planung werden sich hier noch Veränderungen ergeben. Vorsichtshalber sollte hier derzeit mit 10-15% mehr gerechnet werden. Zum Vergleich der Vorentwurfs-Varianten lassen sich die Kosten durchaus verwenden.

Für die Außenanlagen und für die Aussattung wurde jeweils derselbe Kostenansatz gewählt. Die Planungskosten werden zunächst mit pauschal 20% der Baukosten der jeweiligen Variante angesetzt.

 

Für eine sachliche Bewertung ist ein Katalog an Kriterien aufgestellt worden. Zum Aspekt der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, der seitens der Verwaltung für besonders beachtenswert eingestuft wird, wurde ein Energieberater hinzugezogen, der eine Betrachtung der Varianten speziell aus dieser Warte beisteuert (Anlage 8).

 

Zugunsten einer effektiven und damit kosten- und flächensparenden Nutzung der (Kinder-) Sanitärräume, Schlaf – und Nebenräume bietet sich eine paarweise Organisation der Gruppenräume an.

 

Alle Vorentwurfsvarianten beinhalten eine Erweiterungsoption. Bei den eingeschossigen Varianten würde ein Trakt mit zwei Gruppen einschließlich der zugehörigen dienenden Räume angebaut. Etwas anders verhält es sich bei der zweigeschossigen Variante. Hier würde sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss eine Gruppe angebaut sowie ein kleiner Sanitärraum und ein Neben-oder Schlafraum.

 

Bei allen Varianten stellt sich die Frage, ob die Pfahlgründung mit Bodenplatte von vornherein auch für die Erweiterung mit gebaut werden soll, um dann eine unbekannte Zeitspanne ‚runmzuliegen‘ oder ob bei tatsächlichem Erweiterungsbedarf nach unbekannter Zeitspanne erneut die aufwändige Baustelleneinrichtung mit Pfahlbohrgerät etc. anrückt.

Zu diesem Thema war im März 2020 bei der KiTa Tegelgrund entschieden worden, gleich größer zu bauen. Das war für Planungs- und Bauablauf sowie von der Wirtschaftlichkeit her sehr zu begrüßen.

 

Eine Wahl zugunsten eines Gründaches bedeutet für den Bauablauf, dass die Montage hierzu Jahreszeit bzw. temperaturabhängig ist.

 

Bis Ende März 2021 ist ein Fördermittelantrag sowohl für Kreis- als auch für Bundesmittel zu stellen, da die zur Verfügung stehenden Bundesmittel vom Kreis bis zum 30.04.2021 abgerufen werden müssen. Dies verursacht einen erheblichen Zeitdruck. Sollte es nicht gelingen, wäre ein Förderantrag im nächsten Jahr zwar noch möglich, jedoch ist derzeit nicht absehbar, ob ab 2022 seitens des Bundes- und/oder des Landes erneut Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

 

Wesentliches Kriterium für die Ermittlung der Fördersumme ist die Anzahl der KiTa-Plätze, die geschaffen werden. Die Verwaltung wird im Förderantrag eine Krippengruppe (10 Kinder), zwei altersgemischte Gruppen (je 15 Kinder) und drei Kindergartengruppen (ehemals Regelgruppen - je 20 Kinder) angeben, aber dennoch die Räume weitgehend so gestalten, dass Flexibilität bei der Belegung möglich ist. Je mehr Flexibilität, desto mehr Räume sowie Verkehrsfläche und desto besser die Nutzbarkeit, aber auch desto höher Investitions- und laufende Kosten.

 

Für den Fördermittelantrag ist zudem zwingend eine detailliertere Kostenermittlung von Nöten. Dafür stehen nur etwa drei Wochen nach der Sitzung des Bauauschusses Anfang März zur Verfügung. Da die Fachplaner für die Technische Gebäudeausstattung und die Tragwerksplanung noch nicht fest stehen, sondern deren europaweites Vergabeverfahren im Januar 2021 erst beginnen kann, werden die Architekten die Kostenermittlung im Rahmen ihrer Möglichkeiten konkretisieren.

 

Die Fördermöglichkeiten stellen sich bei Vorlagenerstellung wie folgt dar:

 

Hinweis

neu geschaffene Plätze:

bei altersgemischten Gruppen wird von 5 u3 und 10 ü3-Plätzen ausgegangen

sechsgruppig

max. förderfähige Kosten:

 

neu geschaffene Plätze 100 x 22.000 €

2.200.000 €

Investitionszuschüsse

 

Kreismittel (30 % der Höchstförderung)

660.000 €

*Bundesmittel (25% prognostizierte Förderquote Stand 02/2021)

550.000 €

* Landesmittel (Förderprogramm ausgeschöpft)

0 €

zu erwartende Gesamtförderung

1.210.000 €

* Die Förderquote 2021 ist abhängig vom Volumen der im Kreis Steinburg geplanten Maßnahmen.

 

Zusätzlich beabsichtigt die Verwaltung, ein sogananntes Effizienzgebäude nach Gebäudeenergiegesetz (GEG, hat am 01.11.2020 die EnEV und das EEWärmeG abgelöst) anzustreben und dafür einen Förderantrag zu stellen. Dieser hat keine Auswirkungen auf die Zuwendungen seitens der Heimaufsicht. Näheres dazu ist unter Ziffer 2.2 der Anlage 8 zu finden.

 

Mit den Stadtwerken ist ein Energie-Contracting grundsätzlich denkbar und zwar sowohl hinsichtlich Photovolataik als auch hinsichtlich Erdwärme. Nach Entscheidung über die Vorentwurfsvariante wird dies näher betrachtet werden.

 

Auf der Grundlage des Bauausschussbeschlusses wird das beauftragte Architekturbüro die Planung konkretisieren. Die dabei notwendigen Abstimmungen bezüglich Brandschutz, Unfallschutz etc. sowie abschließende Entscheidungen zur Anordnung der Stellplätze und des Baukörpers, zur Lage der Nebenräume, Größen der Gruppenräume u.ä. können noch zu Planungs- und Kostenänderungen führen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Finanzielle Auswirkungen:

Der Beschluss zur Vorlage 2020/118 beinhaltet, dass Haushaltsmittel für eine KiTa mit 6 Gruppen bereitgestellt werden. Nach Rechtskraft des Haushaltes 2021 stehen 2.875.000 € zur Verfügung zuzüglich einer Ermächtigung aus dem Jahr 2020 in Höhe von 300.000 €.

Diese Mittel sind nicht ausreichend für das Gesamtvorhaben. Je nachdem, welche Vorentwurfsvariante gewählt wird, sind weitere Mittel spätestens im Haushalt 2022 einzustellen.

 

Auch eine Entscheidung zugunsten von Anfang an acht Gruppen würde die Einwerbung von Mitteln im Nachtragshaushalt bedeuten. Im Finanzierungsplan als Teil des Förderantrages wäre darauf hinzuweisen.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagenverzeichnis:

1. Raumprogramm

2. Luftbild des Baugrundstückes mit angedachtem Grenzverlauf

3. Vorentwurf Variante 1 ‚Stern‘

4. Vorentwurf Variante 2 ‚Zweigeschosser‘

5. Vorentwurf Variante 3 ‚gestaffelt‘

6. Synopse der Kostenschätzungen

7. Bewertungsmatrix

8. Energiekonzept Variantenvergleich

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1. Raumprogramm (854 KB)      
Anlage 2 2 2. Luftbild des Baugrundstückes mit angedachtem Grenzverlauf (1964 KB)      
Anlage 3 3 3. Vorentwurf Variante 1 'Stern' (2642 KB)      
Anlage 4 4 4. Vorentwurf Variante 2 'Zweigeschosser' (2530 KB)      
Anlage 5 5 5. Vorentwurf Variante 3 'gestaffelt' (2484 KB)      
Anlage 6 6 6. Synopse Kostenschätzungen (890 KB)      
Anlage 7 7 7. Bewertungsmatrix (981 KB)      
Anlage 8 8 8. Energiekonzept Variantenvergleich (2349 KB)