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Vorlage - /2014/033  

Betreff: Wohnungsmarktkonzept
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Bauausschuss
06.05.2014 
Sitzung des Bauausschusses zurückgestellt   
03.07.2014 
Sitzung des Bauausschusses geändert beschlossen   
Stadtvertretung der Stadt Glückstadt
10.07.2014 
Sitzung der Stadtvertretung der Stadt Glückstadt ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag


Die Stadtvertretung beschließt das Wohnungsmarktkonzept mit den Schwerpunkten

        „Goldene-Hochzeits-Gebiete“,

        Innerstädtisches Wohnen,

        Glückstadt-Nord und

        Qualitativer Wohnungsneubau

und den Querschnittsthemen

        Energetik und Wohnqualität,

        barrierearmes Wohnen und

        preisgünstiges Wohnen

als Grundlage für die zukünftige Wohnflächen- und Wohnungsmarktentwicklung.


 

 


Sach- und Problemdarstellung:

Sach- und Problemdarstellung:


Im Rahmen des „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge Glückstadt und Umland“ (vgl. Drucksache 2014/032) wurde ein Wohnungsmarktkonzept erstellt. Aufgrund des Umfanges des Konzeptes (ca. 100 Seiten) wird dieses nicht als Anlage beigefügt, sondern auf der Homepage der Stadt Glückstadt (www.glueckstadt.de) unter „Verwaltung & Politik / Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ bereitgestellt.

 

Grundlage des Wohnungsmarktkonzeptes ist eine Analyse des bestehenden Wohnungsmarktes, die u.a. zu folgenden Feststellungen kommt:

        Im Ausgangsjahr der Betrachtung, d.h. in 2011, gibt es einen Angebotsüberhang von ca. 240 Wohnungen, überwiegend in Mehrfamilienhäusern.

        Nach der von GEWOS erstellten Haushaltsprognose wird trotz der anhaltenden Singularisierung, d.h. steigender Haushaltszahlen, aufgrund des Bevölkerungsrückganges mit einem Rückgang der Wohnungsnachfrage zu rechnen sein. In den nächsten Jahren ist, insbesondere im Geschosswohnungsbau, rein quantitativ kein Wohnungsbau notwendig, um die Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen.

        In Verbindung mit (energetischen) Modernisierungsbedarfen kann es zu Schwierigkeiten im Vermarktungsprozess in den älteren Eigenheimgebieten kommen. Bei einem anhaltenden Nachfragerückgang muss auch in diesen Gebieten ggf. auch mit Leerständen gerechnet werden.

        Mit der Zunahme von Senioren geht ein steigender Bedarf an altersgerechten und barrierearmen Wohnungen einher. Diese Angebote sind in Glückstadt nur in geringem Umfang vorhanden.

        Die Innenstadt mit ihrem Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen und sozialen und kulturellen Einrichtungen bietet einerseits die Chance auf einen attraktiven Wohnstandort, hat aber andererseits einen erheblichen (energetischen) Sanierungsbedarf in ihrem Gebäude- und Wohnungsbestand. In diesem Quartier sieht das Wohnungsmarktkonzept ein zentrales Handlungsfeld.

        Neben der Innenstadt bildet insbesondere der südliche Bereich des Stadtteils Glückstadt-Nord einen weiteren Teilraum mit Handlungsbedarf. Das überwiegend durch Geschosswohnungsbau geprägte Quartier weist erhebliche Mängel in Bezug auf die Gebäudequalität und das Wohnumfeld auf. Darüber hinaus sind überdurchschnittlich hohe Leerstände und soziale Problem zu beobachten. Vor diesem Hintergrund sind umfassende Maßnahmen notwendig, um einen Imagewandel dieses Stadtbereiches einzuleiten

 

 

Das Wohnungsmarktkonzept empfiehlt, statt auf den großflächigen Wohnungsneubau von „Standardprodukten“ zukünftig auf eine qualitative Weiterentwicklung des Wohnungsangebotes hinzuwirken. Dazu zählen insbesondere die barrierearme und energetische Umgestaltung sowie die qualitative Aufwertung der Bestände. Da hierbei in einigen Fällen die Höhe der notwendigen Investitionen zu Unwirtschaftlichkeit führen kann, sind auch der Rückbau insbesondere von Mehrfamilienhäusern und ein Neubau in geringerer Dichte und hoher Qualität denkbar. Darüber hinaus bestehen qualitative Neubaubedarfe beispielsweise an Einfamilienhäusern, hochwertigen Miet- und Eigentumswohnungen in guten Lagen sowie an barrierearmem Wohnraum.

 

Ziel des Wohnungsmarktkonzeptes ist es, vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung mit zurück gehender Einwohnerzahl und einem Wohnungsüberangebot die Leerstandsituation zu verbessern, den Wohnungsbestand den geänderten Anforderungen anzupassen, einen Abwärtstrend in älteren Einfamilienhausquartieren zu vermeiden und den Wohnstandort Glückstadt (insbesondere Glückstadt-Nord) aufzuwerten.


 

 


Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:


Der Beschluss zum Wohnungsmarkt hat keine direkten finanziellen Auswirkungen. Aus dem Wohnungsmarktkonzept abzuleitende, haushaltsrelevante Handlungsmaßnahmen werden, auch hinsichtlich ihrer Finanzierung, gesondert beraten.

 

 


Anlagenverzeichnis:

Anlagenverzeichnis

 

Keine Anlagen