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Vorlage - /2019/158  

Betreff: 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 1.41 "Am Batardeau"
Entwurfs- und Auslegungsbeschluss
Status:öffentlich  
Federführend:Fachbereich IV - Technik und Stadtentwicklung   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
26.11.2019 
Sitzung des Bauausschusses geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
1. Planentwurf  
2. Begründung  
3. Textliche Festsetzungen  
4. Lärmtechnische Untersuchung  
5. Bodenuntersuchungen  

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Beschlussvorschlag:

Für die 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 1.41 "Am Batardeau" werden der Entwurf und die Begründung in der der Originalniederschrift beigefügten Fassung gebilligt. Auf Grundlage des § 13 a BauGB (Baugesetzbuch) in Verbindung mit § 13 BauGB wird eine öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB und eine Beteiligung in ihren Aufgabenbereichen berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB durchgeführt.

 

Der Geltungsbereich umfasst das Flurstück 1/20, Flur 4, Gemarkung Glückstadt, und liegt östlich des Gewässers Batardeau, südwestlich der Straße "Am Güterbahnhof" und nordwestlich der "Grönlandstraße".

 

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Sach- und Problemdarstellung:

Am 15.02.2003 ist der Bebauungsplan Nr. 1.41 „Am Batardeau“ rechtskräftig geworden.

Mit der 1. Änderung des B-Planes Nr. 1.14, die am 10.08.2006 in Kraft getreten ist, wurde der Geltungsbereich des Bebauungsplanes im Norden um eine private Grünfläche erweitert.

Die Ting Projekte Gmbh & Co KG ist an die Stadt Glückstadt mit dem Wunsch herangetreten, das Grundstück für den Wohnungsbau zu nutzen. Da derzeit ein Mischgebiet festgesetzt ist, das wesentliche gewerbliche Nutzungsanteile erfordern würde, muss hierfür der Bebauungsplan Nr. 1.41 geändert werden. Der Flächennutzungsplan wird im Rahmen der Berichtigung angepasst.

 

Es handelt sich um ein Bebauungsplanverfahren zur Innenentwicklung, das den verfahrenstechnischen Vereinfachungen des § 13a Baugesetzbuch (BauGB) unterliegt. Das heißt, dass auf einen Aufstellungsbeschluss, die frühzeitige Bürgerbeteiligung und einen Umweltbericht verzichtet werden kann.

 

Der Flächennutzungsplan wird im Wege der Berichtigung angepasst.

 

Schallschutz

Der Geltungsbereich der Bebauungsplanänderung  ist den Schallemissionen der Bahnstrecke Hamburg - Westerland ausgesetzt. Um die Wohnnutzungen hiervor zu schützen, sind passive Schallschutzmaßnahmen notwendig. Diesen bestehen in der Dämmung von Außenbauteilen, der Anordnung von Schlafräumen bevorzugt an lärmabgewandten Seiten und der schallgedämpften Lüftung von Schlafräumen (vgl. Anlage 4).

 

Bodenverunreinigungen

Aufgrund der früheren Nutzung als Güterbahnhofsgelände wurden die Flächen des Geltungsbereiches auf Bodenverunreinigungen untersucht (vgl. Anlage 5). Es wurden Bodenverunreinigungen durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) festgestellt. Der Oberboden wurde abgetragen und entsorgt. Nach Abtrag des Oberbodens wurden erneut Proben entnommen. An zwei Stellen (MP 101 und MP 102 auf dem „Lageplan Abgrabung“ in Anlage 5) wurden weiterhin PAK angetroffen. MP 102 liegt unter dem Fundament des geplanten Baukörpers und wird somit vollständig versiegelt. MP 101 liegt unter der geplanten Stellplatzfläche im Norden des Geltungsbereiches. „Eine Sanierung durch Bodenaushub ist aufgrund des vorhandenen alten Baumbestands und der dann anzunehmenden Schädigung des Wurzelwerks der Bäume mit Beeinträchtigung der Standsicherheit der Bäume mit dem Erhalt des Bestandes nicht möglich.“ (Anlage 5, S. 13). Daher wurde die Festsetzung Nr. 4.3 in den B-Plan aufgenommen (vgl. Anlage 3), nach der die Stellplätze vollständig zu versiegeln sind. Zudem wird zwischen dieser Fläche und dem Baugrundstück ein Zaun errichtet.

 

Geplante Bebauung:

Es sind 13 Eigentumswohnungen und 26 Wohneinheiten als Wohngenossenschaft geplant. Die im gültigen Bebauungsplan festgesetzte, zwingend 3-geschossige Bauweise und die straßenbegleitende Bebauung sollen beibehalten werden, es ist aber eine Anhebung der Firsthöhe von derzeit 13,30 m auf maximal 16,00 m vorgesehen.  Diese ergibt sich aus der Gebäudetiefe und der Dachneigung von 35 - 48 Grad.

Die gestalterischen Festsetzungen orientieren sich an der Gestaltungssatzung, lassen aber an der Grönlandstraße den Bau von Loggien (auf der Süd-Ost-Seite des Gebäudes) zu.

 

Als Haupt-Fassadenmaterial ist Klinker vorgesehen, gliedernde Elemente aus Putz sind zulässig.

 

Stellplätze

Aus der Begründung (Anlage 2): „Da die Vorgaben der Rahmenplanung bzw. des Ursprungsbebauungsplanes eine relativ hohe Baudichte ermöglicht bzw. teilweise auch erzwingt (zwingend drei Vollgeschosse, langgezogenes Winkelgebäude) können insgesamt 39 Wohneinheiten vorgesehen werden  (…).

 

Die Umsetzung von 39 Stellplätzen (bei einem Stellplatzschlüssel 1:1) ist jedoch aufgrund städtebaulicher und weiterer funktionaler Überlegungen nicht machbar. So ist städtebauliches Ziel, die Bereiche zwischen den Hauptgebäuden und dem Gewässer Batardeau von großflächigen Funktionsflächen (wie u.a. Stellplatzanlagen) freizuhalten und diese Bereiche ausschließlich zugunsten eines qualitäts- vollen Wohnumfeldes für Aufenthaltszwecke zu entwickeln.

Es verbleiben somit nur die Bereiche des nördlichen Grundstückes an der Straße Am Güterbahnhof sowie zwei kleinere Stellplatzflächen im Kreuzungsbereich der Straßen Am Güterbahnhof / Grönlandstraße und an der Grönlandstraße selbst. Aufgrund verkehrsaufsichtlicher Aspekte ist hier weitgehend auf Senkrechtaufstellungen der Stellplätze direkt an den Bürgersteigen (und damit auch auf langgezogene Absenkungen der Bordsteinkanten und der Bürgersteige) zu verzichten. Insgesamt können mit diesem Konzept 28 Stellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen werden; dies entspricht einem voraus- sichtlichen Stellplatzschlüssel von ca. 0,72 ST / 1 WE. Aufgrund der Nähe des Bahnhofs und der Stadtmitte und die damit verbundene unkomplizierte Nutzung des ÖPNV (Bahn und Bus) sowie der Nähe der Versorgungsbereiche der Glückstädter Innenstadt ist dieser verminderte Stellplatzschlüssel städtebaulich vertretbar.“

 

 

Der Planer, Herr Schürmann vom Büro Stadt.Raum.Plan, wird die wesentliche Inhalte der Bebauungsplanänderung in der Sitzung am 26.11.2019 vorstellen.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Die Kosten für die Bebauungsplanänderung werden vom Vorhabenträger getragen.

 

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Anlagenverzeichnis:

 

  1. Planentwurf
  2. Begründung
  3. Textliche Testsetzungen
  4. Lärmtechnische Untersuchung
  5. Bodenuntersuchungen


(Hinweis: Um Kosten und Ressourcenverbrauch gering zu halten, wird darauf verzichtet, der gedruckten Version der Sitzungsunterlage die Anlagen 4 und 5 mit einem Umfang von 129 Seiten beizufügen. Die Unterlagen können unter www.glueckstadt.de und den Menüpunkten „Verwaltung & Politik / Politik / Sitzungsunterlagen“ bzw. im Ratsinformationssystem eingesehen werden. Auf Nachfrage werden auch gedruckte Exemplare zur Verfügung gestellt.)

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1. Planentwurf (1348 KB)      
Anlage 2 2 2. Begründung (3960 KB)      
Anlage 3 3 3. Textliche Festsetzungen (1085 KB)      
Anlage 4 4 4. Lärmtechnische Untersuchung (1830 KB)      
Anlage 5 5 5. Bodenuntersuchungen (6813 KB)