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Vorlage - /2019/125  

Betreff: Stadtdenkmal / Überlegungen zur Ausweisung eines Denkmalbereichs "Festungsstadt Glückstadt"
Status:öffentlich  
Art:Mitteilung
Federführend:Bürgermeisterin   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
17.09.2019 
Sitzung des Bauausschusses      

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sach- und Problemdarstellung:

Aktuell laufen Vorbereitungen des Landsamtes für Denkmalpflege zur Einrichtung eines

„Denkmalbereiches“ (Festung Glückstadt). Auch wenn die diesbezügliche Verordnung noch gar nicht existiert, wurde das Landesamt am 13.08.2019 um eine kurze Einschätzung zu nachfolgenden Fragen gebeten:

 

Worauf müssen sich Eigentümer einstellen, deren Immobilie kein ausgewiesenes Einzeldenkmal ist, sich dann aber im Ensembleschutz befindet?

Werden für Gebäude im Festungsbereich – unabhängig ob Einzeldenkmal oder nicht – besondere Förder- und/oder Steuerabschreibungsmöglichkeiten gelten? 

Lassen sich die zu erwartenden Vorteile für die Stadt konkretisieren?

 

Hierzu liegt nimmt das Landesamt für Denkmalpflege mit Mail vom 22.08.2019 wie folgt Stellung:

 

„…das LDSH stellt derzeit erste Überlegungen zur Ausweisung eines Denkmalbereichs der „Festungsstadt Glückstadt“ an. Dies soll gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen des ALSH erfolgen. Einen Verordnungsentwurf oder anderweitige konkrete Inhalte gibt es derzeit noch nicht.

 

Allerdings kann ich Ihnen mitteilen, dass es bei dem Denkmalbereich vsl. um den Schutz und Erhalt von räumlichen Strukturen gehen wird. Damit wären bspw. der gut erhaltene Stadtgrundriss mit seinen Straßen und Plätzen als auch die überlieferten Grün- und Wasserflächen der ehem. Festungsanlage gemeint. Es ist nicht geplant, Gestaltungsvorgaben für die Bauten innerhalb des zukünftigen Geltungsbereiches zu entwickeln. Die Stadt Glückstadt besitzt eine rechtsgültige Erhaltungs- und Gestaltungssatzung. Das LDSH plant daher nicht, weitere gestalterische Vorgaben zu formulieren. Durch den Schutz von Räumen und Strukturen, die sich insbesondere auf die überkommenen Elemente der ehem. Festung Glückstadts beziehen sollen, wären Eigentümer von der Denkmalbereichsausweisung im Allgemeinen nicht betroffen.

 

Mit dem Schutz der Flächen im öffentlichen Raum ist vor allen Dingen die Möglichkeit einer intensiveren fachlichen Beratung durch das LDSH verbunden, wenn Maßnahmen geplant sind, die die dann geschützten Areale tangieren. Da Glückstadt bereits mit dem Begriff „Stadtdenkmal“ wirbt, ist der Werbefaktor - wie in der Vergangenheit auch in Friedrichstadt geschehen - nach einer Denkmalbereichsausweisung um ein vielfaches höher. Durch den Erhalt historischer Strukturen in Kombination mit den Bestandsbauten führt diese identitätsstiftende Umgebung als kultureller Anziehungspunkt zu einer Förderung des Tourismus. Die damit verbundene Stärkung der Stadt und ihrer überregionalen Bedeutung können eine langfristige In-Wert-Setzung des Bestandes mit einer einhergehenden Wertsteigerung zur Folge haben. Glückstadt besitzt neben Friedrichstadt als planmäßige Stadtgründung König Christians IV. von Dänemark zu Beginn des 17. Jh. einen starken historischen Zeugniswert, dessen Erhalt von großer Bedeutung ist.

 

Sobald das LDSH gemeinsam mit dem ALSH erste Denkmalbereichsverordnungsentwürfe erstellt hat, wird ein intensiver Prozess der Beteiligung der Stadt und ihrer Bürger erfolgen, sodass auf solche Fragestellungen gezielter eingegangen werden kann.“

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagenverzeichnis:

Keine Anlagen