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Vorlage - /2019/108  

Betreff: Erweiterung des Rathauses - Vorentwurfsplanung
Status:öffentlich  
Federführend:Fachbereich IV - Technik und Stadtentwicklung   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
27.08.2019 
Sitzung des Bauausschusses zurückgestellt   
28.10.2019    Sitzung des Bauausschusses      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
1: Auflistung Vor- und Nachteile der Varianten  
2: Pläne zu Variante 1.6 im Maßstab 1:100, Stand 08.08.2019  
3: Kostenermittlung zu Variante 1.6, Stand 24.07.2019  

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Beschlussvorschlag:

Der Entwurf zum Umbau des Obergeschosses und zur Aufstockung des Rathaus-Nebengebäudes mit Verbindungsgängen in zwei Ebenen in Form der Variante 1.6 vom 08.08.2019 wird gebilligt. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planungsarbeiten bis zur Stellung des Bauantrages fortzusetzen.

 

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Sach- und Problemdarstellung:

Die Mitglieder des Bauausschusses haben in ihrer Sitzung am 22.01.2019 beschlossen, dass eine Vorentwurfsplanung für eine Erweiterung des Rathauses zu erstellen sei (vgl. Vorlage 2018-230).

 

Durch ein beauftragtes Ingenieurbüro wurden mehrere Varianten entwickelt. Es stellte sich schnell heraus, dass die im Beschluss formulierte Anforderung, mind. 480 m² Bruttogeschossfläche zu gewinnen, sich nicht umsetzen lässt. Der Baukörper würde so groß, dass er sich städtebaulich, insbesondere hinsichtlich Trauf- und Firsthöhe und Gebäudestellung nicht einfügen würde.

 

Sowohl die Baugenehmigungsbehörde als auch der Denkmalschutz haben zu den Varianten 2-7 unmissverständlich geäußert, dass diese nicht genehmigungsfähig seien.

 

Die Planungen für einen Anbau an den Anbau wurden daher ad acta gelegt und auf das Nebengebäude konzentriert. Auch hier sind viele Varianten entwickelt, die jeweiligen Vor- und Nachteile betrachtet und abgewogen worden (siehe Anlage 1). Die Fachbereichsleitungen und die Bürgermeisterin haben mehrfach gemeinsam entschieden, in welche Richtung die Planungen fortgesetzt werden.

 

Letztendlich ist eine Variante heraus gekommen, über die nun die politischen Gremien zu entscheiden haben. Die Detailschärfe geht schon deutlich über diejenige eines Vorentwurfes im Sinne der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) hinaus. So konnte verifiziert werden, dass die dargestellten Räume sich mengenmäßig tatsächlich realisieren lassen. Deren Raumgrößen können schon relativ genau benannt werden.

 

Die Planung ist im Gegensatz zum Bestand barrierefrei. Ein zweiter Aufzug wird nicht benötigt. Das Nebengebäude wird über Rampen in den Ebenen 2 und 4 an den Rathaus-Anbau angebunden, so dass der dortige Aufzug genutzt werden kann.

 

Der Haupteingang am Großen Schwibbogen und der neu umgestaltete Infobereich in Ebene 0 behalten ihre zentrale Funktion. Das Treppenhaus des Nebengebäudes dient lediglich dem Wechsel zwischen dem Ober- und Dachgeschoss des Nebengebäudes vor allem für Beschäftigte und dem Brandschutz.

 

Die Flurbreite beträgt derzeit 111 cm bzw. 126 cm. Der Wendekreis für eine*n Rollstuhlfahrer*in ist 150 cm groß. In der Planung sind Flure mit ca. 180 cm vorgesehen. Dies führt zwangsläufig zu einer Vergrößerung der Verkehrsflächen. Es ermöglicht aber auch, mit wenig Aufwand Warteplätze für Besucher*innen am Flur anzuordnen. Momentan sind Warteplätze nur im Besprechungsraum möglich.

 

Die Arbeitsstättenrichtlinie gibt für Bildschirm-Büroarbeitsplätze 8-10 m² Grundfläche vor. Dies berücksichtigt aber nicht, dass in öffentlichen Verwaltungen in fast allen Büros mit Publikumsverkehr zu rechnen ist. Büros mit zwei Arbeitsplätzen bilden heutzutage die Ausnahme. Die Planung sieht durchschnittlich ca. 10,9 m² Bürofläche je Arbeitsplatz vor. Eine exemplarische Möblierung der Räume ist eingezeichnet.

 

Die Sanitärräume und Pantries sind mit ihren Ver- und Entsorgungsanschlüssen so platziert, dass sie kompakt in derjenigen Gebäudeecke liegen, wo jetzt schon die Hausanschlüsse vorhanden sind.

 

Der Treppenlauf zum Dachgeschoss wurde bewusst in das Dachvolumen integriert anstatt den Treppenhausturm nach oben zu verlängern. Dies tut sowohl dem Baukörper als auch dem Lichteinfall auf das Nachbargrundstück gut.

 

Das Erdgeschoss des Nebengebäudes bleibt bei Variante 1.6 außer Betracht, bis auf die Tatsache, dass ein Serverraum vorgesehen ist.

 

Stichworte zum angedachten Ablauf der Umsetzung

  1. Aufstockung Dachgeschoss Nebengebäude
    1. alte Dachpappe und Wärmedämmung vom Flachdach entfernen
    2. Raum 9 incl. Lagerraum dahinter außer Betrieb nehmen
    3. Installationsschacht vom EG bis zum DG anlegen
    4. Treppenlauf zum DG einbauen
    5. Dachstuhl errichten, Dachfläche schließen
    6. neue Ver- und Entsorgungsanschlüsse vorbereiten
    7. Wände errichten, Ausbau
    8. reinigen, möblieren
  2. Umbau Obergeschoss Nebengebäude
    1. außer Betrieb nehmen, indem das Personal in das DG umzieht
    2. Obergeschoss auf den Stahlbetonskelettbau zurückführen
    3. neue Außenwände mit aktuellem Standard an Wärmeschutz errichten
    4. Verbindungsgang sowohl im OG als auch im DG zum Rathaus-Anbau errichten
    5. neue Ver- und Entsorgungsanschlüsse
    6. neue Innenwände errichten, Ausbau
    7. reinigen, möblieren
    8. in Betrieb nehmen

 

Daten:

zusätzliche Bruttogeschossfläche im DG: ca. 255 

Anzahl zusätzliche Büros im DG:  8 Büros mit ca. 94 m² Grundfläche

Anzahl zusätzlich mögliche Arbeitsplätze im DG:  9

durchschnittliche Bürogrundfläche je Arbeitsplatz im DG:  10,4 

 

weitere Räume: Pantry, WC-Herren mit Urinal, rollstuhlgeeignetes WC-Damen, Kopiererraum, kleiner Lagerraum z.B. für Putzmittel.

 

Bruttogeschossfläche im OG:  unverändert ca. 280 m² incl. Treppenhaus

Anzahl Büros im OG:  7 mit ca. 113 m² Grundfläche, (derzeit 8 mit ca. 128 m²)

Anzahl mögliche Arbeitsplätze im OG:   10 (derzeit 11)

durchschnittliche Bürogrundfläche je Arbeitsplatz im OG:  ca. 11,3 m² (derzeit ca. 11,7 m²)

 

weitere Räume: Besprechungsraum mit ca. 22 m² (derzeit mit ca. 16 m²), Pantry, WC-Herren mit Urinal, Rolli-geeignetes WC-Damen, Kopiererraum

 

 

Das Ingenieurbüro hat überschlägig die Kosten ermittelt – siehe Anlage 3. Solche Kostenermittlungen in einem frühen Planungsstadium können auch bei sorgfältiger Erstellung keine Kostensicherheit geben. Eventuelle Planungsänderungen, sich ändernde technische Anforderungen und die Marktlage können zu anderen Zahlen führen. Die Kosten für Umzüge, Ausstattung und Außenanlagen sind in der Kostenermittlung nicht enthalten.

 

Der Personalrat, die Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte haben die Planung erhalten, eine Stellungnahme liegt aufgrund der Kürze der Zeit aber noch nicht vor.

 

Die Eigentümerinnen der Nachbargrundstücke Großer Schwibbogen 5 und Kleiner Schwibbogen 9 haben die Vorlage in Papierform erhalten.

 

Das Ingenieurbüro Strube wird in der Sitzung vertreten sein und Fragen beantworten können.

 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Für den Haushalt 2020 werden Mittel in Höhe von 1,5 Mio € eingeworben (Umzüge, Ausstattung und Außenanlagen). Die Differenz zu dem Betrag in der Kostenermittlung des Planers besteht im Wert der mitverwendeten Bausubstanz und einer Aufrundung.

 

Eventuell könnte auch eine Bezuschussung aus Städtebauförderungsmitteln in Frage kommen. Dies wäre aber erst nach eine Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes möglich. Selbst wenn das Innenministerium einer solchen Fortschreibung in absehbarer Zeit zustimmen würde, würden bis zur Fertigstellung der Fortschreibung aufgrund der einzuhaltenden Abläufe voraussichtlich 2-3 Jahre vergehen. Ein solch langer Zeitraum wäre aufgrund der räumlichen Enge im Rathaus nicht hinnehmbar.

 

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Anlagenverzeichnis:

Anlage 1: Auflistung Vor- und Nachteile der Varianten

Anlage 2: Pläne zu Variante 1.6 im Maßstab 1:100, Stand 08.08.2019

Anlage 3: Kostenermittlung zu Variante 1.6, Stand 24.07.2019

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1: Auflistung Vor- und Nachteile der Varianten (500 KB)      
Anlage 2 2 2: Pläne zu Variante 1.6 im Maßstab 1:100, Stand 08.08.2019 (755 KB)      
Anlage 3 3 3: Kostenermittlung zu Variante 1.6, Stand 24.07.2019 (501 KB)