Sprungziele
Seiteninhalt

Vorlage - /2018/230  

Betreff: Erweiterung des Rathauses
Vorentwurfsplanung
Status:öffentlich  
Federführend:Fachbereich IV - Technik und Stadtentwicklung   
Beratungsfolge:
Bauausschuss
22.01.2019 
Sitzung des Bauausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
1. Drucksache 2017-139  
2. Lageplan mit Planungsskizze  
3. Fassadenabwicklung Gr. Schwibbogen  
4. Fotos  

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird gebeten, eine Vorentwurfsplanung für eine Erweiterung des Rathauses unter folgenden Maßgaben zu beauftragen:

 

a)      Es ist eine Bruttogeschossfläche (BGF) für Verwaltungsräume in einer Größe von mindestens 480 qm (einschl. Erschließung) vorzusehen.

b)      Die Vorentwurfsplanung erfolgt auf Grundlage der Anlage 2 („Anbau an den Anbau“).

c)       Es sind Varianten, auch hinsichtlich einer möglichen Erweiterung und zur Unterbringung von Nebenanlagen und Stellplätzen, zu entwickeln.

d)      Der Erweiterungsbau muss sich städtebaulich, insbesondere hinsichtlich Trauf-/ Firsthöhe und Gebäudestellung,  einfügen.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sach- und Problemdarstellung:

In Zusammenhang mit der notwendigen Erweiterung des Rathauses  ist zunächst der Umbau des Nebengebäudes diskutiert worden (vgl. Drucksache 2018/050-1). In der Sitzung des Hauptausschusses am 29.11.2018 wurde dann beschlossen, das Raumkonzept zunächst in Form einer „Übergangslösung (Sparversion)“ umzusetzen.  Eine Vorzugslösung soll weiter verfolgt werden, wobei in der Diskussion im Hauptausschuss am 10.12.2019 mehrheitlich der Wunsch nach einem Anbau als Neubau geäußert und 100.000 € als Planungsmittel bereitgestellt wurden. Für die Neubauplanung sind nun die Rahmenbedingungen zu definieren.

 

In der Drucksache 2017/139 „Erweiterung des Rathauses – Machbarkeitsstudie“  (Anlage 1) sind die wesentlichen Parameter benannt, die bei der Planung eines Anbaus berücksichtigt werden müssen. Sie gehen über die reine Planung für einen neuen Gebäudeteil weit hinaus, da insbesondere zu klären ist, wie mit den bisher im Nebengebäude untergebrachten Nutzungen umzugehen ist.

 

Erläuterung des Beschlussvorschlages

 

Zu a):

Im Nebengebäude stehen ca. 580 qm BGF zur Verfügung. In der Umbauplanung (vgl. Drucksache 2018/050-1) wurde diese Fläche als grundsätzlich ausreichend für die Rathauserweiterung angenommen. Bestandteil der Gesamtfläche waren dabei ca. 100 qm Fläche für das BHKW, die Garage für Dienstwagen / Diensträder / Müllcontainer und für die Unterbringung von Fundrädern. Daher sind für den Anbau mindestens ca. 480 qm BGF für Verwaltungsräume (einschl. Erschließung) vorzusehen. Die Unterbringung der „Nebennutzungen“ ist dann gesondert nachzuweisen, z.B. in einem Nebengebäude am Kl. Schwibbogen.

 
Zu b):

Ein „Anbau an den Anbau“ hat, gegenüber der Nutzung des Nebengebäudes, den Vorteil, dass die Erweiterungsflächen räumlich direkt an die Bestandsgebäude angebunden und  der  dort vorhandene Aufzug und das Treppenhaus mitgenutzt werden können.

 

Zu c):

Ein Anbau an den Anbau überschneidet die Flächen des vorhandenen öffentlichen WCs. Hier soll eine Lösung zur Überbauung des WCs erarbeitet werden. In einer Variante ist zu prüfen, wie eine Gegenüberstellung von Vorteilen (z.B. einfachere Gründung) und Nachteilen (z.B. Rückzahlung von Städtebauförderungsmitteln für die gerade erfolgte Sanierung des WCs) zu bewerten ist.

Zudem sind Varianten hinsichtlich der Unterbringung von BHKW, Nebenanlagen  und Stellplätzen zu entwickeln - davon ausgehend, dass das Nebengebäude nach Herstellung des Anbaus ganz oder teilweise abgerissen wird.

Des Weiteren soll die Planung für den Anbau Vorschläge für eine zukünftige Erweiterung beinhalten.

 

Zu d):

Der 1972 erstellte Rathausanbau in seiner ursprünglichen Form (3-geschossig mit Flachdach, ohne Bezug zur historischen Bauflucht der Straße) würde nach heutigen Maßstäben als stadtbildstörend eingestuft. Die Um- und Anbauten aus dem Jahre 1985 haben das negative Erscheinungsbild zwar deutlich verbessert, aber die grundsätzlichen Probleme nicht beseitigen können.

Ein Bebauungsplan für das Rathausgrundstück liegt nicht vor. Deshalb beurteilt sich die Zulässigkeit eines baulichen Vorhabens nach § 34 Baugesetzbuch, d.h. dass es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Umgebung einfügen muss. Die Umgebung ist überwiegend geprägt durch in einer Bauflucht stehende, 2-geschossige Baukörper mit steil geneigtem Dach.  Diese Bauweise ist Grundlage für die Festsetzungen der Gestaltungssatzung für den Bereich am Großen und Kleinen Schwibbogen:  Einhaltung der Bauflucht, Traufhöhe zwischen 5,50 m und 6,00 m, und Mindestdachneigung 48 Grad.

 

Ein 3-geschossiger, zurückgesetzter Baukörper würde sich grundsätzlich weder einfügen noch den Anforderungen der Gestaltungssatzung entsprechen. Allerdings ist zu beachten, dass die rückwärtigen Anbauten des historischen Rathauses die besonderen Dimensionen des Baudenkmals (Höhe, Kubatur) berücksichtigen müssen. Und der Anbau aus 1972 ist wiederum maßgeblich für die baulichen Möglichkeiten eines weiteren Anbaus. Städtebauliches Ziel eines „Anbaus an den Anbau“ muss es daher sein, sich einerseits weitestgehend einzufügen und andererseits zwischen den unterschiedlichen Dimensionen der Baukörper (siehe Anlagen 3 und 4) zu vermitteln.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Finanzielle Auswirkungen:

Mit der Vorentwurfsplanung sollen, nach vorheriger Preisumfrage, Ingenieurbüros beauftragt werden. Für die Vorentwurfsplanung (Hochbau, technische Gebäudeausrüstung und Tragwerk bei angenommenen 2 Mio. brutto reinen Baukosten in den Kostengruppen 300 und 400 nach DIN 276, ohne Außenanlagen, ohne Nebengebäude) wird mit Planungskosten in Höhe von ca. 58.000 € brutto gerechnet.

Laut Beschluss des Hauptausschusses vom 29.11.2018 sollen für die Planung des Anbaus an den Anbau 100.000 € brutto bereitgestellt werden.

Aus dem Haushalt können Mittel des Finanzplans bei 1.1.1.080.0600/785100 nach 2019 übertragen werden. Um auch ausreichend Mittel für die geplanten Maßnahmen im Bestandsgebäude wie Umbau Ebene 0, Umbau Ebene 1, Minimallösung Nebengebäude und Einbaumöbel zu haben, werden im Haushalt 2019 zusätzlich 77.000 € benötigt.

Vom Ansatz des Jahres 2018 im Ergebnisplan bei 1.1.080.521100 werden nicht mehr benötigte Mittel in Höhe von 65.000 € brutto zurückgegeben.

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagenverzeichnis:

 

  1. Drucksache 2017/139
  2. Lageplan mit  Planungsskizze
  3. Fassadenabwicklung Gr. Schwibbogen
  4. Fotos

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1. Drucksache 2017-139 (2088 KB)      
Anlage 2 2 2. Lageplan mit Planungsskizze (316 KB)      
Anlage 3 3 3. Fassadenabwicklung Gr. Schwibbogen (60 KB)      
Anlage 4 4 4. Fotos (1617 KB)