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Vorlage - SV/2018/021  

Betreff: Schulsozialarbeit
Situation an der Elbschule
Status:öffentlich  
Federführend:Fachbereich III - Familie, Bildung, Soziales und Integration Beteiligt:Fachbereich II - Verwaltungsdienste
Beratungsfolge:
Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt
06.12.2018 
Sitzung der Verbandsversammlung des Schulverbandes Glückstadt geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Zur Unterstützung der Schulsozialarbeit an der Elbschule Glückstadt wird die im Stellenplan unter der lfd. Nr. 22 bisher bis zum 31.12.2018 befristete Stelle der Betreuerin bis zum 31.07.2019 verlängert.

 

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Sach- und Problemdarstellung:

An der Gemeinschaftsschule Glückstadt besteht ein zunehmendes Konfliktpotential durch sogenannte „Systemsprenger“.

 

Die Schulleitung hat hierzu den als Anlage beigefügten Rechenschaftsbericht vorgelegt und richtet die Bitte an den Schulverband, zur Umsetzung eines neuen pädagogischen Leitkonzeptes eine zusätzliche Erzieherstelle zu schaffen.

 

Gem. § 48 Abs. 2 des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes (SchulG) haben Schulträger die Aufgaben, das Verwaltungs- und Hilfspersonal zu stellen. Dazu zählen auch Schulsozialpädagogen. Die Zuständigkeit des Landes für die „Inneren Angelegenheiten“ beschränkt sich hinsichtlich des an der Schule tätigen Personals auf die Lehrkräfte. Gem. § 6 Abs. 6 SchulG kann das Land zur Unterstützung des pädagogischen Auftrags der Schule bei besonderem Bedarf nach Maßgabe der vom Landtag bewilligten Haushaltsmittel Angebote der Schulträger fördern, die der Betreuung, Beratung und Unterstützung der Schüler*innen dienen.

Das Land fördert die Schulsozialarbeit zurzeit aus 2 Töpfen, die den Schulämtern zur Weiterleitung an die Schulträger zur Verfügung gestellt werden. Zum einen werden den Kreisen jährlich Mittel bereitgestellt über das „Nachfolgepaket BuT“ (Bundesmittel zur Bildung und Teilhabe), verankert in § 28 des Gesetzes zur Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs -FAG ; zum anderen werden Mittel des Bildungshaushaltes des Landes gem. § 6 Abs. 6 des Schulgesetzes (SchulG) an Grundschulen vergeben.

Nach den Richtlinien des Kreises Steinburg wird den Schulträgern auf Antrag für jeden ihrer Schulstandorte und deren Außenstellen eine Festbetragsförderung in Höhe von 10.000,00 Euro gewährt. Im Zuge der Festbetragsförderung nicht verausgabte Bundesmittel erhöhen den jeweiligen Förderbetrag um eine Summe, die sich nach Schülerzahlen errechnet. Diese wird jedoch aufgrund steigender Antragszahlen nur gering ausfallen. Die verbleibenden von den Schulräten zu verteilenden Landesmittel des Schulamtes werden in Absprache zwischen Schulamt und Jugendamt nach sozialen Kriterien jährlich neu verteilt. Im Interesse einer frühzeitigen Intervention sollen vorrangig Grundschulen aus den Landesmitteln gefördert werden. Der Schulrat hat daher bisher auch nur für die Bürgerschule eine erhöhte Zuwendung bewilligt.

Der Kreis erarbeitet zurzeit neue Förderkriterien.

 

Die Grundschulen werden zudem durch den Einsatz von Schulassistent*innen, die noch bis Ende 2020 zu 100% vom Land gefördert werden, unterstützt.

 

Die Förderung  der Schulsozialarbeit an den Schulen des Schulverbandes in den Vorjahren stellt sich wie folgt dar:

 

 

Für 2019 wurde eine Zuwendung aus Landesmitteln für die Bürgerschule in Höhe von 20.425 €, für Herzhorn/Kollmar insgesamt 21.000 € angekündigt. Die Förderquote reduziert sich danach weiter.

 

Seitens des Landes gibt es bisher keine verbindlichen Aussagen zur künftigen Förderung der Schulsozialarbeit und Schulassistenz.

Unter Berücksichtigung, dass der Gemeinschaftsschule keine Schulassistent*innen zur Kompensation von erforderlichen Doppelbesetzungen im Unterricht zur Verfügung stehen, ist das Erfordernis einer Unterstützung durch weiteres Hilfspersonal nachvollziehbar. Andererseits kann es nicht Aufgabe des Schulträgers sein, neben der Sachmittelausstattung auch weitere Leistungen zur Erfüllung des originär von der Schule (und damit dem Land) wahrzunehmenden pädagogischen Auftrags zu übernehmen. Ungewiss sind auch die Auswirkungen der im Koalitionsvertrag der Landesregierung vorgesehenen Maßnahmen zur Stärkung der Schulen und deren Finanzierung.

 

Ab 01.01.2017 wurde an der Elbschule eine zusätzliche Stelle mit 11 Wochenstunden für die Betreuung der DaZ- und Förderkinder bewilligt. Diese übernimmt zurzeit eine Hausaufgaben­betreuung für Förderschüler im Rahmen des Offenen Ganztags . (Die DaZ-Klasse an der Elbschule wurde geschlossen)

 

Es wird vorgeschlagen, zunächst die bis zum 31.12.2018 befristete Stelle der Betreuerin bis zum Ende des laufenden Schuljahres (31.07.2019) und deren Renteneintritt zu verlängern und diese nicht mehr primär im Offenen Ganztag einzusetzen sondern generell zur Unterstützung im Umgang mit auffälligen Schüler*innen.

Weiterhin sollte versucht werden, wiederum ein/e Erzieher*innen-Praktikant*in zu gewinnen.

 

Bis zum Beginn des neuen Schuljahres 2019/20 sollte dann nach den Erfahrungen mit der Trainingsraum-Methode über eine neue konzeptionelle Ausrichtung der Schulsozialarbeit und das Erfordernis einer weiteren ggfs. befristeten Erzieher*innenstelle in Teilzeit zum Schuljahresbeginn 2019/20 entschieden werden, die über den Nachtragshaushalt in den Stellenplan 2019 einzustellen wäre. Eine Beschlussfassung hierzu sollte im Frühjahr erfolgen. Bis dahin liegen ggfs. Erkenntnisse zur weiteren Höhe der Förderung über das Kreisjugendamt vor.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Entsprechende Personalkosten sind im Haushalt 2019 einzuplanen.

 

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Anlagenverzeichnis:

Rechenschaftsbericht der Schulleitung der Elbschule Glückstadt (nicht öffentlich)