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Vorlage - /2017/114  

Betreff: Schutz des Vogelbestandes / Extensivierung städtischer Rasenflächen
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Bauausschuss
26.09.2017 
Sitzung des Bauausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Das Pflegeintervall städtischer Rasenflächen bleibt unverändert.

 


Sach- und Problemdarstellung:

Mit Mail vom 09.05.2017 hat Frau Helga Petersen, wohnhaft in Glückstadt-Butendiek, die „Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Glückstadt“ angeschrieben und um Erörterung eines Vorschlages zum Schutz des Vogelbestandes gebeten. Danach sollten die öffentlichen Grün- bzw. Rasenflächen nur noch einmal pro Jahr gemäht werden, um die Artenvielfalt zu fördern und das Nahrungsangebot für die Vogelwelt zu verbessern.

 

Aus Sicht der Verwaltung wäre es grundsätzlich möglich, intensiv (= 8 bis 10 mal im Jahr) gemähte Rasenflächen zu extensiv bewirtschafteten Flächen / Blumenwiesen zu machen (in Butendiek gibt es größere Rasenflächen an der Wanda-Oesau-Straße und am Teich in der Nähe des Fähranlegers). Voraussetzung für eine Anlage von Blumenwiesen wären allerdings nährstoffarme Standorte. Diese müssten durch Bodenaustausch erst hergestellt werden (Hinweise zu Anforderungen an eine Blumenwiese finden sich z.B. unter http://www.naturtipps.com/blumenwiese.html ).

 

Auch wenn der ökologische Nutzen von extensiv bewirtschafteten Flächen / Blumenwiesen unzweifelhaft ist, wird vorgeschlagen, auf die Anlage solcher Flächen zu verzichten. Denn der Anspruch eines großen Teils der Bevölkerung an die Pflege öffentlicher Rasenflächen geht eher in die entgegengesetzte Richtung, nämlich hin zu einer möglichst intensiven Pflege. Dies zeigt sich nicht nur regelmäßig in den Bürgersprechstunden der Bürgermeisterin, sondern ist sichtbar in einer Großzahl privater Gartenflächen.

 

Nachteile der Anlage extensiv bewirtschafteter Flächen wären weiterhin:

        sie sind nicht als Spiel- und Sportflächen geeignet,

        das Mähgut muss abgefahren werden. Die hierfür erforderliche Technik ist beim Kommunalen Service nicht vorhanden.

 

In Anlage 2 sind Erfahrungen aus der Stadt Karlsruhe mit der Extensivierung öffentlicher Grünflächen dargestellt. Allein diese Dokumentation macht deutlich, dass eine Umstellung in der Grünflächenpflege mit nicht unerheblichem personellem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Entsprechende Ressourcen sind derzeit bei der Stadt Glückstadt nicht vorhanden.

 


Finanzielle Auswirkungen:

Der Beschlussvorschlag hat keine finanziellen Auswirkungen.

 


Anlagenverzeichnis:

1. Mail von Frau Petersen

2. Extensive Wiesenpflege im Karlsruher Stadtgrün

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1. Mail von Frau Petersen (473 KB)      
Anlage 2 2 2. Extensive Wiesenpflege im Karlsruher Stadtgrün (6309 KB)