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Vorlage - /2014/080-3  

Betreff: Katastrophenschutz
Anschaffung einer Sandsackfüllmaschine
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
/2014/080
Federführend:Fachbereich IV - Technik und Stadtentwicklung   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
08.05.2017 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Es wird nach Auswertung der Angebote das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von 125.471,34 € brutto für die Anschaffung einer Sandsackfüllmaschine angenommen.

 

Der finanzielle Mehrbedarf in Höhe von 35.471,34 € sowie die Verschiebung der Lieferung auf 2018 sind im Rahmen des Nachtrags-Haushaltes 2017 zu berücksichtigen.

 


Sach- und Problemdarstellung:

Zur Drucksache 2014/080 wurde die Anschaffung einer Sandsackfüllmaschine beschlossen (siehe auch DS 2014/080-1 und 2014/080-2).

 

Die Ausschreibung wurde vorgenommen. Es liegen zwei Angebote vor:

a)     113.079,55 € brutto (95.024,83 € netto)

b)     125.471,34 € brutto (105.438,10 € netto)

 

Aus Sicht der Feuerwehr ist das Angebot b) zwar nicht das günstigste, aber aus nachstehenden Gründen das wirtschaftlichste Angebot:

 

-          Der begehbare / befahrbare Fußboden aus Siebdruckplatten mit Aluminium-Riffel- oder Gerstenkornblech ist rutschhemmend belegt ausgeführt: Angebot a) sieht eine Platte mit Aluminium-Beblechung vor, das bei Sand und Feuchtigkeit schmirgelpapierähnliche Wirkung zeigen würde, d.h. es wäre deutlich materialermüdender. Das Angebot b) ist mit einer Keramikbeschichtung materialfreundlicher.

 

-          Der Abrollbehälter wird im hinteren Teil als zu öffnender Logistik- und Arbeitsbereich um die Sandsackfüllmaschine aufgebaut. Unmittelbar hinter der Kofferrückwand befindet sich der Arbeitsbereich. Der seitliche Verschluss erfolgt jeweils durch eine Plane. Das Angebot a) sieht eine Verschiebeplane, das Angebot b) eine PVC-Plane seitlich links und rechts vor. Die Verschiebeplane wird wie eine Ziehharmonika gefaltet und wäre bei Extrem-Winden, also zu Einsatzzeiten des Abrollbehälters, sehr windanfällig, der Wind fängt sich; zum anderen könnte diese Verschiebeplane nicht bis zum Ende gefaltet werden, es würde stets eine überplante „Restfläche“ verbleiben. Die Faltung wäre materialermüdend. Das Aufrollen bei dem Angebot b) wäre materialschonender, der Wind könnte sich in der Rolle nicht fangen und die Plane würde keine Restfläche überlassen.

 

-          Das feste Heckportal des Abrollbehälters enthält eine Öffnung. Diese wird durch eine Überfahrbordwand verschlossen. Die Überfahrbordwand ist für Palettentransport mit Paletten-Hubwagen in Längsrichtung geeignet und mit einer rutschfesten Oberfläche zu versehen. Beim Angebot a) ist das Heck als Portal ausgeführt und mit einer 1,5t-Überfahrbordwand verschlossen. Das Angebot b) sieht hier eine Überfahrbordwand heckseitig vor. Das Angebot b) würde dadurch eine höhere Stabilität im Dachbereich durch den höheren Fixpunkt aufweisen.

 

-          Die Ausschreibung fordert eine zusätzliche Reserve-Förderschnecke. Diese wird von Angebot a) nicht angeboten, nur von Angebot b). Sie ist durch den hohen Verschleiß erforderlich, auf sie sollte nicht verzichtet werden.

 

-          Es ist ein Handkurbel-Lichtmast mit einer Gesamtlichtleistung mind. 20.000 Lumen gefordert. Das Angebot b) bietet mit 92.000 Lumen eine wesentliche höhere Lichtleistung.

 

-          Ebenso wird eine höhere Lichtleistung bei der Umfeldbeleuchtung an der Vorderseite des Abrollbehälters vom Angebot b) geboten.

 

-          Firma a) hat nach Kenntnis der Feuerwehr bislang keinen entsprechenden Abrollbehälter gefertigt, Firma b) schon.

 

Aus den vorstehenden Gründen soll das Angebot b) mit einem Auftragswert von 125.471,34 € brutto angenommen werden. Es handelt sich nicht um den günstigsten Bieter; der Wert liegt über 25.000,- € netto. Hierüber entscheidet gem. Zif. 6.4 der Dienstanweisung Vergabe der Fachausschuss. Da es sich im vorliegenden Fall um eine Überschreitung des Haushaltsansatzes handelt, ist zuständiger Fachausschuss der Hauptausschuss in seiner Funktion als Finanzausschuss.

 


Finanzielle Auswirkungen:

Als Haushalts-Ermächtigung steht für die Anschaffung einer Sandsackfüllmaschine ein Betrag von 90.000,- € unter Kostenstelle 1.2.8.010/0530.783100 zur Verfügung. Die Stadt erhält eine Sonderbedarfszuweisung als Festbetragsfinanzierung in Höhe von 80.000,- €, veranschlagt unter Kostenstelle 1.2.8.010/0530.681100.

 

Bei Annahme des wirtschaftlichsten Angebotes wird der Differenzbetrag von 35.471,34 € unter Kostenstelle 1.2.8.010/0530.783100 im Rahmen des Nachtrags-Haushaltes 2017 zur Verfügung gestellt.

 

Eine Erhöhung der Sonderbedarfszuweisung kommt nicht in Betracht, da die Stadt eine Festbetragszuweisung erhält (telefonisch bestätigt vom Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten – MIB).

Bei Annahme des Angebotes b) wird die Sandsackfüllmaschine im ersten Quartal 2018 geliefert. Der Bewilligungszeitraum der Sonderbedarfszuweisung endet am 30.06.2017. Lt. telefonischer Auskunft des MIB ist eine Verlängerung des Bewilligungszeitraumes unproblematisch.

Da die Zuweisung erst im Haushaltsjahr 2018 gezahlt wird, ist im Rahmen des Nachtrags-Haushaltes die Kostenstelle 1.2.8.010/0530.681100 auf 0,- € zu setzen.

 


Anlagenverzeichnis:

Keine Anlagen