Sprungziele
Seiteninhalt

Auszug - Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner  

Sitzung des Bauausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Bauausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 30.10.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:45 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal des Rathauses
Ort: Am Markt 4, 25348 Glückstadt
 
Wortprotokoll


Es besteht der Bedarf an einer Einwohnerinnen- und Einwohnerfragestunde.

 

Ein Anwohner der Herzhorner Straße beklagt das trotz Verbotsschildern umleitungsbedingte erhöhte Verkehrsaufkommen beim Lkw-Schwerlastverkehr im Bereich Herzhorner Straße / Grillchaussee und wird darauf hingewiesen, dass hierfür die Polizei zuständig sei.  Er weist darauf hin, dass in der Straße bereits Gullydeckel abgesackt und im Kreuzungsbereich Steinburgstraße / Christian-IV.-Straße ein Schlagloch entstanden sein sollen. Der Anlieger spricht die seiner Meinung nach schlechte Ausleuchtung des Park- & Ride-Parkplatzes an der Christian-IV.-Straße / Pentzstraße an.

 

Ein Bewohner der Reichenstraße kritisiert, dass sich - sollten Flethanlieger trotz Bewohner-Parkausweis nicht mehr am Fleth gebührenfrei und über die Höchstparkdauer hinaus parken dürfen - der Park- / Suchverkehr in die Nebenstraßen verlagern und dort für einen hohen Parkdruck sorgen wird. Der Anlieger hinterfragt, warum für das Neubaugebiet am früheren Bahnausbesserungswerk keine öffentlichen Parkplätze vorgesehen sind. Er wird darauf hingewiesen, dass man auf die unnötige Versiegelung von Flächen verzichten wolle und die Straßen somit nicht breit genug sind, um Stellplätze anzuordnen. Der Anwohner bringt den Multifunktionsplatz ins Gespräch und fragt, warum nicht dieser als Parkplatz hergerichtet und ausgewiesen werde.

 

Ein Anwohner vom Außenhafen bittet darum, dass sich in all den Jahren bewährte Parkverhalten auf der Fläche zwischen dem Restaurant „Zur Alten Mühle“ und dem Sperrwerk nicht zu ändern und dort keine Einschränkungen durch eine Parkplatz-Kennzeichnung vorzunehmen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass es sich bei einer Parkplatzkennzeichnung auch nur um ein einfaches Parkplatzschild ohne Parkscheibenzusatz etc. handeln könne.

 

Ein Hafenbewohner möchte gerne - für das Protokoll - wissen, in welcher Größenordnung sich die bisherigen Vandalismusschäden auf der Docke belaufen (Diese belaufen sich nach Prüfung durch die Verwaltung seit Eröffnung der Docke auf insgesamt rund 22.000,00 €. Größte Posten waren die komplett zerstörten Glaswände 8.000 €, die durch Brandstiftung erheblich beschädigten Info-Säule 5.000 €, der in Brand gesteckte drehbare Strandkorb 4.400 €, das umgetretende Wasserspiel für Kinder   1.600 € und eine umgefahrene Straßenlaterne 2.000 €. Dem stehen aufgrund ermittelter Täter Regressforderungen der Stadt über knapp 3.000 € gegenüber).

 

Ein Bürger aus der Herzhorner Straße regt an, dass aufgrund der immer größer werdenden Mobilität bei künftigen Planungen in Neubaugebieten genü­gend Parkraum vorzusehen ist.

 

Ein Bürger aus der Herzhorner Straße regt einen Behindertenparkplatz im Be­reich des Ärztehauses an und wird von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass es zu Beginn der Ballhausstraße und der Bohnstraße bereits Rollstuhl-Parkplätze gebe.

 

Eine Bewohnerin aus Glückstadt-Butendiek spricht eine große, windanfällige und bereits schief stehende Trauerweide im Bereich Besantwiete / Am neuen Fleth an. Außerdem würden dort auch andere öffentliche Bäume inzwischen recht hoch gewachsen sein. Sie wird von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass Bäume ein Mal jährlich auf ihre Standsicherheit hin überprüft werden.

 

Zum Thema PMK / Verkehrsüberwachung äußern sich zahlreiche Sitzungsbe­sucher und bedauern unter anderem, dass - sollten Flethanlieger trotz Be­wohner-Parkausweis nicht mehr am Fleth gebührenfrei und über die Höchst­parkdauer hinaus parken dürfen - in ihrer Mobilität beeinträchtigte Anlieger in der Regel nicht mehr in zumutbarer Nähe zu ihrer Wohnung parken können.

Auch wird gefragt, warum es für Verkehrsteilnehmer im Umfeld des Hafenbis­tros offenbar Ausnahmen von der Straßenverkehrsordnung gibt bzw. warum Falschparker anderenfalls kein „Knöllchen“ erhalten. Seitens der Verwaltung wird klargestellt, dass es keine entsprechenden Ausnahmen gibt.

 

Dagegen hat ein Hafenanwohner das Empfinden, dass das Hafenbistro scheibchenweise immer größer werde. Seitens der Verwaltung wird angemerkt, dass Konzepte durchaus fortgeschrieben werden können. Darüber hin­aus wird hinterfragt, ob sich die Pachtfläche für das Hafenbistro vergrößert habe, oder ob der Betreiber öffentliche Flächen nach einer Veranstaltung mit vorliegender Erlaubnis der Stadt nutze.

Die Verwaltung führt hierzu aus, dass sich die Pachtfläche nicht vergrößert habe. Im Rahmen von Sondernutzungserlaubnissen wird die für die jeweilige Veranstaltung konkret zu beantragende Fläche die Möglichkeit der Nutzung eingeräumt. Eine andere Bürgerin beklagt, dass sie aufgrund zwischenzeitlicher Popularität des Hafenbistros und der am Hafen häufig stattfindenden Veranstaltungen abends und an den Wochenende selten in Nähe zur Anschrift parken könne und Einkäufe von weit her nach Hause schleppen müsse.

 

Die Ortsvorsitzende der Haus- und Grundeigentümergemeinschaft erklärt, dass Touristen für Glückstadt eine schöne Sache seien, man bei alledem aber auch Anlieger-Wünsche nicht vergessen dürfe.  Man äußert sich in der Fragestunde dahingehend, dass das PMK-Konzept an der Lebenswirklichkeit vor­beigehe.

 

Schließlich erwartet ein Bürger von den Verkehrsüberwachungskräften der Stadt mehr Feingefühl. Die Verwaltung widerspricht entschieden dem vom Anlieger weiter verbreiteten Gerücht, Politessen würden für ihre Arbeit eine Pro­vision erhalten.

 

Von Seiten des Ausschusses wird nach dieser ersten Fragestundenrunde angemerkt, dass die Aktivitäten am Hafen bzw. auf dem Hafenkopf und das Parkraummanagement-Konzept untrennbar seien. Auch erscheinen die Bürgerbeschwerden für einige Ausschussmitglieder nachvollziehbar.