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Mitmachaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen: Wir brechen das Schweigen!“

Erstberatung bei Gewalt gegen Frauen

Auch in diesem Jahr wird anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2025 die Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen!“ durchgeführt. Die Mitmachaktion ist eine bundesweite Kampagne des Hilfetelefons und startet bereits am 14. November 2025. Sie soll die Öffentlichkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen sensibilisieren, Betroffenen Mut machen, Hilfe zu suchen und die Hilfetelefonnummer 116 016 bei Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften noch bekannter machen.

Rund um die Uhr, kostenfrei und anonym

Das Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« berät von Gewalt betroffene Frauen unter der Rufnummer 116 016 und online auf www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr, kostenfrei und an 365 Tagen im Jahr. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 18 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Menschen aus dem sozialen Umfeld Betroffener und Fachkräfte können das Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt. Der Deutsche Städtetag unterstützt das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ seit seiner Errichtung.

Ziel der Mitmachaktion 

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal im Laufe ihres Lebens von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Ob Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel. Ziel der Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen!“ ist es, das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in die öffentliche Diskussion zu bringen und das Thema aus der Tabuzone zu holen. Sie ruft dazu auf, ein starkes Signal gegen Gewalt zu setzen, Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft zur Solidarisierung mit gewaltbetroffenen Frauen einzuladen und an die gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu appellieren.

Mehrsprachiges Plakat mit 18 Fremdsprachen zum Herunterladen und Ausdrucken.

Orange Days 2025

Der Internationale Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, der jährlich am 25. November stattfindet und gemeinhin auch als "Orange Day" bekannt ist, wurde 1999 von den Vereinten Nationen (UN) als internationaler Aktionstag initiiert. Die Farbe Orange symbolisiert eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam: vom Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Sie ist seit 2008 Teil der „UNiTE to End Violence against Women“ Kampagne des UN-Generalsekretärs, die von UN Women durchgeführt wird. Die Orange Days sollen auf Gewalt wie Stalking, Belästigung, häusliche und sexualisierte Gewalt sowie digitale Gewalt aufmerksam machen und ein Bewusstsein für das Thema schaffen. 

Aktionen in Glückstadt 

In Glückstadt sind verschiedene Aktionen rund um den 25. November geplant, u.a.: 

  • Gemeinsame Sprühaktion der Elbschule Glückstadt und des Jugendzentrums
    Die Schülerinnen haben Sprühschablonen erstellt, die Gewalt gegen Frauen zum Thema haben. Am 24.11. 2025 werden einige Gehwege in Glückstadt mithilfe dieser Anti-Gewalt-Schablonen markiert, umso auf das Thema Gewalt gegen Frauen und Femizide aufmerksam zu machen. Die verwendeten Farben sind umweltverträglich und wasserlöslich. 

  • Orangefarbene Schuhe als stummes Mahnmal
    Eine gemeinsame Aktion von Kirche, Familienzentrum, Bücherstube, Stadtbücherei, Rathaus, Inklusiv ins Glück, Elbschule, AWO, Soroptimist International Club Glückstadt und vielen anderen am Dienstag, den 25.11.2025, von 9 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz um auf das Thema aufmerksam zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

  • Kirchenkino
    Am Donnerstag, den 11.12.2025, wird im Gemeindesaal der Stadtkirche ein unter die Haut gehender Kinofilm gezeigt: Die Geschichte aus den 40er-Jahren – gedreht im Jahr 2023 – führte in Italien direkt zu einer neu entflammten Debatte über heutige häusliche Gewalt. Denn der Ehe-Alltag der Hauptprotagonistin ist nicht von Liebe, sondern von Gewalt geprägt. Doch die Familie zu verlassen, das ist keine Option. Eine bessere Zukunft für die Tochter erkämpfen hingegen schon. 
    Die genauen Vorführzeiten – geplant ist eine Vorstellung am Nachmittag und eine am Abend – stehen noch aus.