Sprungziele
Seiteninhalt

Projekte und Maßnahmen

Im Rahmen der Stadtteilentwicklung werden zahlreiche Projekte und Maßnahmen, die in den Vorbereitenden Untersuchungen/ Integrierten Entwicklungskonzept unter Beteiligung der AnwohnerInnen und Anwohner sowie weitere Akteure erarbeitet wurden, in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
Mit Beschluss der Stadtvertretung vom 28.04.2015 wurde eine Priorisierungsliste beschlossen. Dabei ist anzumerken, dass es sich nicht um einen starren Zeitplan handelt, ggf. ist er den Gegebenheiten anzupassen. Auch handelt es sich bei der Maßnahmenliste nicht um eine bereits jetzt festzulegende und abschließende Aufzählung; und es handelt sich auch um keine Liste, die Punkt für Punkt abzuarbeiten ist.
Jede Einzelmaßnahme ist dem zuständigen Ausschuss zur Entscheidung vorzulegen und alle Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt der Gremien-Zustimmung.

Rathaus

Rathaus Heute

Das Rathaus, bestehend aus denkmalgeschütztem Altbau und einem Anbau, soll unter Einsatz von Fördermitteln modernisiert und instandgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Abbau von Barrieren und einer energetischen Verbesserung.
Im Anbau soll der vorhandene Aufzug mit nur drei Stationen durch einen mit acht Stationen ersetzt werden. Auch von der Ausstattung her wird der Aufzug der DIN EN 81-70 entsprechen.
Zum Obergeschoss des Altbaus ist ein Podestlift geplant, damit man vom Anbau her kommend barrierefrei auch den Ratssaal, das Trauzimmer und den Bürgermeister erreichen kann.
Es ist eine rollstuhlgerechte Toilette mit entsprechend breiter Tür direkt vom breiten Flur aus geplant.
Die Sanitärräume und andere Nebenräume, die vom Umbau des Aufzuges betroffen sind, werden räumlich neu organisiert. Die Be- und Entlüftung der innenliegenden Sanitärräume wird im Rahmen der Ausführungsplanung nach heutigem Stand der Technik vorgesehen werden. Es werden neue Trinkwasserleitungen eingezogen und nicht mehr benötigte Trinkwasserstränge aus hygienischen Gründen verschlossen.
Insbesondere an der Rückfassade des Altbaus werden Fenster erneuert. Eine denkmalrechtliche Genehmigung hat der Kreis Steinburg am 04.08.2015 erteilt. Es entstehen keine Ausgaben für die Beseitigung unter Denkmalschutz stehender Bestandteile der baulichen Anlage.
Der Eingriff in die Gebäudehülle beschränkt sich auf die Erneuerung von Fenstern. In der Rückfassade des denkmalgeschützten Altbaus befinden sich 16 Fenster. Es handelt sich überwiegend um Schwingflügel-Fenster aus den 1970-er Jahren und vier neuere Kunststoff-Fenster. Geplant sind dort - in Abstimmung mit der Denkmal-pflege – hochwertige Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung.
Im Anbau sollen zwei Räume neue Fensterfronten erhalten. Die dort noch vorhandenen Fenster sind Holzfenster aus den 1980er-Jahren. Geplant ist ein Ersatz durch Kunststofffenster mit Wärmeschutzverglasung.
Die übrigen Fenster des Anbaus wurden in den vergangenen vier Jahren bereits erneuert.
In den von den Umbauarbeiten betroffenen Räumen sowie in den Treppenhäusern und Fluren werden überwiegend LED-Leuchten vorgesehen. Zum Teil sollen die Leuchten über Bewegungsmelder und Lichtsensor gesteuert werden.
Aufgrund der Gebäudeklasse muss die Statik geprüft werden. Die Statik liegt der Bauherrin bereits vor, muss aber voraussichtlich in Teilen überarbeitet werden, wenn das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens vorliegt und die herstellerspezifischen Anforderungen des Aufzugsherstellers bekannt sind. Daher wird die Statik erst zu einem späteren Zeitpunkt bei der Baugenehmigungsbehörde eingereicht werden.
Die Vergrößerung des Aufzugsschachtes bedeutet einen Eingriff in die Statik, so dass Baugenehmigungspflicht besteht. Für Maßnahmen im Bereich der Sanitärräume oder für die Erneuerung von Fenstern ist eigentlich kein Bauantrag erforderlich, da hier nur punktuell in die Statik eingegriffen wird (z.B neue Türöffnung) und die Nutzung sich nicht ändert.
An der Anzahl der Büros oder der Grundfläche des Gebäudes ändert sich durch die Maßnahme nichts.
Die Baugenehmigung wurde vom Kreis Steinburg für die Gesamtmaßnahme am 20.03.2015 erteilt.
Trotz Baustelle wird der Betrieb im Rathaus weiter laufen.

Öffentliche WC-Anlage

Das öffentliche WC am Rathaus wurde 2018 grundlegend saniert. Die größere WC-Kabine ist jetzt nach DIN barrierefrei und direkt von außen zugänglich. Der Grundriss ist entsprechend umorganisiert worden. Der Eingriff in die Gebäudehülle hat sich auf eine zusätzliche Außentür beim öffentlichen WC beschränkt.

Kleine Hindernisse - große Wirkung

Zum Tag der Städtebauförderung am 09.05.2015 fand ein Stadtrundgang unter außergewöhnlichen Bedingungen statt: Frau Bauer, BiP Berlin, und Frau Böcker, raum + prozess, rüsteten Interessierte mit Rollatoren, Rollstühlen, Blindenstöcken und speziell präparierten Brillen aus. So waren ganz alltägliche Aufgaben wie beispielsweise der Arztbesuch oder die Bedienung eines Geldautomaten zu bewältigen.

Dokumentation Stadtrundgang am 09.05.2015
(PDF: 1,2 MB)