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14.01.2019

Vorfreude statt Vorsätze

Kolumne  ...

Liebe Glückstädterinnen, liebe Glückstädter,

und? Haben Sie viele gute Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Wie viele haben Sie bis heute einhalten können? Statt traurig zu sein, wenn es (wieder) nicht geklappt hat mit dem Durchhalten, sollte es lauten: Vorfreude statt Vorsätze.
Denn das neue Jahr ist wieder ein Jahr voller Möglichkeiten, Herausforderungen, Begegnungen und Chancen. Einige Möglichkeiten werden wir vielleicht gar nicht sehen, manche Chance damit auch verpassen. Na und? Es wird genauso viele ergriffene Möglichkeiten, gemeisterte Herausforderungen und gemeinsame Erlebnisse mit Familie, Freunden und bislang noch Unbekannten geben. Freude und Leid, Trubel und Stille …
Statt Vorsätze zu machen, die beim diesjährig sehr stürmischen Januar weggepustert werden, schaue ich also lieber mit Vorfreude auf das neue Jahr.
Wobei bei „Wegpusten“ fällt mir „Benjamin“ ein. Denn das Sturmtief kam vorvergangene Woche, sah und siegte. Zumindest über viele gelbe Müllsäcke, die Anwohner schon am Vorabend zur Abfuhr am Straßenrand ohne besondere zusätzliche Sicherung bereitgelegt hatten. Sturmböen wehten das Leichtverpackungsmaterial auf die Straße, wo es mehrfach von Autos plattgefahren wurde. Entsprechend schmutzig sah es dann überall aus. Auch künftig gilt für solche Fälle: Für das Reinemachen ist nicht der Kommunale Service zuständig. Stattdessen kehrt jeder bitte seinen eigenen Müll zusammen, füllt einen neuen gelben Müllsack und stellt diesen zur nächsten Abfuhr bereit - bei windigem Wetter vielleicht in einer Kiste oder durch einen Erdstab gesichert? Ihnen wird schon etwas einfallen. Dann können wir uns alle auf eine sauberere Stadt freuen.
Damit die Vorfreude im Laufe des Jahres nicht im Alltagstrubel untergeht, notieren Sie sich doch für das Jahr ein paar Dinge, auf die Sie sich besonders freuen.
Ich freue mich darauf, dass der barrierefreie Ausbau unserer Stadt vorangeht. Der Marktplatz hat mit seiner neuen Pflasterung Maßstäbe gesetzt. Jetzt geht’s damit in der Innenstand weiter. Interessant wird sicherlich in diesem Zusammenhang die Diskussion um die geplante Shared Space Fläche am Marktfleth und die Idee der Brücken mit Glasbelag und Beleuchtung. Bereits die derzeitige Beleuchtung am Fleth findet Befürworter wie Gegner. Umso wichtiger ist es, dass ein zwischen der Stadt und dem Verein Aktiv für Glückstadt abgestimmtes Lichtkonzept Innenstadt auf den Weg gebracht wird.
Auf den Weg gebracht wurde auch ein Sportentwicklungsplan für Glückstadt – und darauf freue ich mich besonders – und die nächste Umgebung. Zu eng sind die gegenseitigen Verpflechtungen in der Nutzung von Sportanlagen und Schulverbandshallen, als dass das Miteinander an den jeweiligen Ortsgrenzen aufhören kann.
Und natürlich besteht auch in 2019 aller Grund zur Vorfreude auf tolle Veranstaltungen.
Um nicht die eine oder andere versehentlich nicht zu nennen, nur so viel: Am 30. Januar 2019 wird die Sporthalle Nord zum Schauplatz eine ganz besonderen Jubiläums-Handballspiels. Der MTV Herzhorn trifft auf den THW Kiel! Zudem wird es eine zweite Auflage des Drachenbootrennens im Binnenhafen geben.

Vieles ließe sich noch erwähnen. Manchmal ist es mit der Vorfreude aber auch ganz einfach: Mein Papa wird 75 und die ganze Familie kommt dieses Wochenende zusammen.
Ich wünsche Ihnen, ich wünsche uns viel (Vor-) Freude im neuen Jahr!

Ihre
Manja Biel