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03.02.2021

Der Winter ist da: Schnee sowie vereiste Rad- und Gehwege fordern ihren Tribut

Seit dem vergangenen Wochenende hat uns der Winter jetzt voll im Griff. Und glaubt man den ersten Wetterprognosen für die nächste Zeit: Unserer Frau Holle ist noch lange nicht die Puste ausgegangen. Deshalb ist man im Ordnungsamt des Rathauses darauf gespannt, ob beim nächsten Schnee-Stelldichein die zur Straßenreinigung Verpflichteten eher und konsequenter zu Besen und Streusand greifen, als es in den zurückliegenden Tagen der Fall war. Denn: Auch im Bereich stärker frequentierter und teilweise für den Radfahrverkehr freigegebener Gehwege erschwerte gefrorener Schneematsch die Nutzung. Vom Zustand vieler Wege nach dem gestrigen Eisregen gar nicht erst zu reden. Apropos Eisregen: Fällt dieser, dürfen Verkehrsflächen übrigens auch mit schierem Salz abgestreut werden. Ansonsten darf man nur andere abstumpfende Mittel, wie beispielsweise Granulat oder Sand, verwenden. „Es darf nicht sein, dass – so wie zu Wochenbeginn gesehen - besenscheue Reinigungspflichtige weiß gepuderte Gehwege ausschließlich mit Salz aus der Tüte bekämpfen“, setzt Bürgermeisterin Manja Biel ihre Hoffnung jetzt auf etwas mehr Sportsgeist an der frischen Luft.

Was sonst noch so beim Winterdienst von den zur Straßenreinigung verpflichteten Grundstückseigentümern und Eigentümerinnen zu beachten ist, regelt übrigens die Straßenreinigungssatzung der Stadt aus dem Jahr 2018. Nachzulesen auf unserer Homepage (Straßenreinigungssatzung).  Darin ist unter anderem geregelt, dass Geh- und Radwege in einer Breite von 1,50 Meter von Schnee und Eis freizuhalten sind. Diese Breite gilt auch für Anliegerstraßen, in denen es keinen ausgewiesenen Gehweg gibt. Ob als weiße Pracht oder lästiges Glatteis: Beides muss werktags bis 07:00 Uhr weggeräumt oder abgestreut worden sein. Sonn- und feiertags darf man sich damit zwei Stunden länger Zeit lassen. Und was macht die Stadt? Sie kehrt sprichwörtlich vor der eigenen Haustür, u.a. also vor dem Rathaus sowie der Stadtbücherei und hält innerstädtische Straßen verkehrssicher. Wo weniger Straßenverkehr stattfindet, sind dagegen die Anlieger gefordert. Sie müssen – zumindest rechtlich – Schneemassen aus den Nebenstraßen beseitigen und Glatteis abstreuen. Hintergrund: Stürzt jemand auf eisglatter Straße, aber natürlich auch auf Bürgersteigen, werden von den Krankenkassen schnell Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Um welche Straßen es sich hierbei handelt, ist in der Straßenreinigungssatzung aufgelistet. Zudem erfolgen an den kommenden Wintertagen flächendeckende Kontrollen hinsichtlich des Winterdienstes im gesamten Stadtgebiet.     

Und im Hinblick auf den bestimmt schon bald ins Haus stehenden Frühling: Vor privaten Grundstücken geschippter Schnee gehört weder auf die öffentliche Straße noch in den davor laufenden Rinnstein. Denn besonders Letztgenannter sollte frei bleiben, damit bei einsetzendem Tauwetter ausgedienter Schnee von gestern auch abfließen kann.