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12.12.2018

Besinnliche Weihnachtszeit?!

Kolumne ...

Weihnachtsmützen

Die Weihnachtszeit sollte eine ruhige und besinnliche Zeit sein. Trotzdem: Weihnachten und das Jahresende kommen – wie andere regelmäßige Termine auch - immer sehr überraschend. Es ist viel zu viel von allem. Zu viel an Erwartungen – an unsere Liebsten, an uns selbst, an diese „ganz besondere Zeit im Jahr“. Dabei ist  derzeit für viele eher Endspurt als Besinnlichkeit angesagt. Also alles auf Anfang. Worum geht es eigentlich?
Es gibt Dinge, die unbedingt bis Jahresende erledigt werden müssen. So arbeiten Politik und Verwaltung mit Hochdruck daran, den Haushalt noch im Dezember fürs Jahr 2019 zu beschließen. Niemand hat die Absicht, das Geld mit vollen Händen einfach so auszugeben. Mit einer Fixierung auf die berühmte „Schwarze Null“ würde sich hingegen zu wenig bewegen lassen: Kita-Ausbau, Reduzierung/Abschaffung Ablösebeiträge, barrierearmer Ausbau am Fleth und in der Großen Kremper, weitere Maßnahmen in Glückstadt Nord etc. sind nur einige der Aufgaben auf der Agenda. Aktuell sind die Aussichten in der Finanzplanung optimistisch. Sichere Prognosen sind jedoch schwierig. Garantien gibt es nicht. Aber auch bei der Haushaltsplanung gilt frei nach Voltaire: Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.
Nun könnte man fragen: Warum diese Eile bei der Haushaltserstellung? Ohne einen solchen droht die vorläufige Haushaltsführung, was bedeutet, dass nur die Aufwendungen geleistet werden dürfen, zu denen die Stadt Glückstadt rechtlich und/oder vertraglich verpflichtet ist. Freiwillige Leistungen haben das Nachsehen. Ausschreibungen für Baumaßnahmen dürften im Laufe des Jahres (noch) schwieriger wirtschaftlich abbildbar sein. Also, Augen zu und durch.
Und darüber hinaus? Müssen wir uns wirklich stressen?
Weihnachtsstimmung kommt zwar nicht von alleine. Es bedarf manchmal aber nicht viel: Das Haus schmücken, Weihnachtsplätzchen backen, Kerzen anzünden – jeder dürfte sein Geheimrezept haben.
Ein Muss für jeden Glückstädter sollte aber unbedingt unser Weihnachtsmarkt sein. Erstmalig dürfen wir den Bummel zwischen den liebevoll geschmückten Holzbuden mit dem reichen Angebot – von Apfelgrog über kulinarischen Köstlichkeiten bis hin zu tollen Geschenkideen - auf dem neuen Pflaster genießen. Einen Wehmutstropfen gibt es: Die westlichen Seite, in Richtung Fleth, kann begangen aber noch nicht befahren werden.
Und vielleicht muss das Weihnachtsfest nicht perfekt werden, das Geschenkekaufen hingegen wohl überlegt und überschaubar. Ich freue mich am meisten auf die gemeinsam verbrachte Zeit mit Familie und Freunden – ungleich wertvoller als irgendetwas Materielles es je sein könnte. Eine weiße Weihnacht wäre natürlich auch schön. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering. Der Klimawandel tut sein Übriges. Zum Wochenende wird es kälter, die Wahrscheinlichkeit für Schneeflocken steigt.
Sehen wir das Wetter und so manches andere einfach positiv! Eine besinnliche Weihnachtszeit wünscht

Ihre
Manja Biel